Andreas Wißmeier, Geschäftsführer Asset Management, Rock Capital Group

Shownotes

"Die Nachfrage nach Qualität steigt."

In der aktuellen Folge von SphereRaum Talk sprechen wir mit Andreas Wißmeier, Geschäftsführer Asset Management bei der Rock Capital Group, über seinen Weg in die Immobilienbranche, prägende Projekte und die Frage, was Immobilien heute zukunftsfähig macht. Vom Schülerjob in einer Wohnungsbaugesellschaft bis zur Verantwortung für komplexe Immobilienportfolios: Andreas Wißmeier zeigt, dass erfolgreiche Karrieren nicht immer geradlinig geplant sind – sondern durch Neugier, Verantwortung und die Bereitschaft entstehen, Chancen zu nutzen.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs: die Transformation von Büroimmobilien.
Am Beispiel des Projekts HEADS in Aschheim erzählt Andreas, wie aus einer großen Herausforderung eine neue Perspektive entstanden ist. Nach dem Wegfall des ursprünglichen Nutzers wurde das Gebäude neu gedacht – mit dem Ziel, eine Arbeitswelt zu schaffen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Einige zentrale Gedanken aus der Folge:
- Im aktuellen Marktumfeld zählen nicht mehr allein Lage und Quadratmeter. Entscheidend sind Immobilien, die Mehrwert bieten, flexibel nutzbar sind und auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen.
- New Work braucht mehr als neue Raumkonzepte. Es geht um Begegnung, Kommunikation und darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen gerne arbeiten.
- Immobilien müssen langfristig gedacht werden.
- Herausforderungen können Innovation auslösen. Mit einer langfristigen Perspektive und dem Mut, neue Wege zu gehen, entstehen Projekte mit nachhaltiger Wirkung.

Ein Gespräch über Immobilien als Lebensräume, über Unternehmertum und darüber, warum gute Projekte nicht nur funktionieren, sondern auch eine Geschichte erzählen sollten.

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen bei Sphärraum Talk, dem Podcast rund um Immobilien, Bauen und Architektur.

00:00:11: Präsentiert vom Rotonda Business Club & Jung!

00:00:16: Wir freuen uns sehr, dass ihr heute mit dabei seid.

00:00:23: Herzlich Willkommen bei SphaeraumTalk, dem podcast rund um Bauen, Immobilie und Architektur.

00:00:28: Mein Name ist Natalie Bräuninger Ich bin von Rotonda business club.

00:00:32: Mein Name is Wiebke Becker Und ich Bin Von Jung.

00:00:34: Und gegenüber von uns sitzt Andreas Wissmeier.

00:00:38: Von?

00:00:39: Und Rock Capital!

00:00:40: Herzlich Willkommen, Andreas.

00:00:41: Du bist Geschäftsführer Asset Management bei der Rock Capital Group komplett.

00:00:47: Schön, dass du heute hier bist.

00:00:48: Ich dachte, dass ich da sein darf und mich sehr gefreut.

00:00:52: Ja, mit dem wunderschönen, sehr warmen heißen München heute bei vierzig Grad draußen.

00:00:58: Wir wollen dich ein bisschen persönlich kennenlernen.

00:01:00: bevor wir ins berufliche gehen haben so eine Art Schnellfragerunde vorbereitet.

00:01:04: keine Angst Morgens Kaffee oder Tee?

00:01:06: Ähm, Kaffe mittlerweile ohne Milch.

00:01:10: Kaffees ohne Milchs?

00:01:12: Bist du eher der Frühaufsteher oder die Nachtäuler?

00:01:17: Ich bin glaube ich eher der Früheufsteher.

00:01:20: Tu mich aber schwer mit dem Aufstehener!

00:01:22: Aber ich wache früh auf und kämpfe dann immer mit mir nicht zu lange liegen zu bleiben.

00:01:28: Aber ich glaube das ist zu einem sehr frühen Zeitpunkt insofern eher Frühaufstär.

00:01:33: Du kämpfst mit der Snooze Funktaste?

00:01:36: Tatsächlich habe ich mittlerweile einen Wäcker, der immer penetranter wird.

00:01:39: Je öfter du da drauf drückst und insofern mache ich ihn jetzt meistens gleich aus und kämpfe damit mir selber nicht wieder einzuschlafen.

00:01:48: Was war dann Berufswunsch als Kind?

00:01:53: Ich befürchte dass ich da nicht wie soll ich sagen Podcast geeignet antworten kann – ich weiß es nicht!

00:02:00: Ich hatte glaube ich keine feste Vorstellung.

00:02:03: Ich bin relativ früh ins Berufsleben eingestiegen, wenn es auch nur nebenbei war und nur schulbegleitend.

00:02:12: Aber ich glaube meine ersten Kontakte mit der Welt des Geldverdieners war also mit F-II Jahren als ich mit meiner Tante immer auf den Flohmarkt gegangen bin Und ich immer einen riesen Umsatz gemacht habe.

00:02:26: Okay Weil behauptet wurde dass sich die Leuten einfach alles verkaufen kann Und bin dann schon mit vierzehnhalb neben der Schule eingestiegen und habe nachmittags bei meinem Vater im Büro gearbeitet.

00:02:44: Gegen Geld, der bei einer großen städtischen, damals noch städtschen Wohnungsgesellschaft gearbeitet hat – die hatten immer was zu tun für Schüler!

00:02:57: Irgendwie Dinge, die keiner machen mochte.

00:02:59: Also ich habe die Umwandlung der Papiermieter-Akten hin zu Mikrofilmen, kennt heute kein Mensch mehr, hinzu Mikrofilmen aktiv begleitet bei einer Gesellschaft, die damals schon über dreißigtausend Bonungen hatte.

00:03:12: also es war viel zu tun und Ich habe gut Geld verdient und habe mich extrem dran gewöhnt an dieses Guide.

00:03:20: Diese Beschäftigung hat sehr lange funktioniert bis zu dem Zeitpunkt wo mein Vater dann wie soll ich sagen mitbekommen hat, dass es meiner schulischen Karriere gar nicht gut getan hat.

00:03:31: Dann hatte meine Beschäftigung relativ schnell beendet aber ich habe Geld verdient und das war sehr ordentlich und hatte schon so schöne Erlebnisse, dass ich mit sechzehn mein erstes Leichkraftraht hieß, also ein kleines Motorrad einfach bar bezahlen konnte.

00:03:48: Ich musste mich die Oma anbetteln oder irgendwie sonstige Dinge tun.

00:03:52: Ich hab's einfach bar gezahlt.

00:03:55: Ich hatte aber nicht so richtig die Vorstellung, wie meine berufliche Zukunft aussehen sollte.

00:04:00: Weil ich war faul in der Schule.

00:04:02: Also ich war kein besonders guter Schüler und möchte mich nachträglich bei allen Lehrern, die trotzdem am Nichte glaubt haben noch bedanken.

00:04:11: Ich habe mir nur die letzten zwei Jahre bis zum Abschluss dann mehr angestrengt, aber ich habe keinen Fokus gehabt.

00:04:16: Ich hab nur gewusst dadurch dass ich dieses Nebenbeigeld verdient hatte.

00:04:23: Ich möchte weiter Geld verdienen.

00:04:24: Das war einfach zu angenehm damals.

00:04:26: Jetzt muss man natürlich sagen, das ist lange her, ich bin ja ein paar Jahre alt mittlerweile und seinerzeit hat man ja noch... also überlegt studiere ich jetzt oder lerne ich erst etwas?

00:04:42: so lernen?

00:04:42: War für mich verbunden mit zumindest ein bisschen Geld, das man verdienen konnte Und mein Vater war da nicht abgeneigt zu sagen dann lernst du erstmal was Buhr.

00:04:53: So jetzt war das natürlich eine Situation, dass man damals.

00:04:57: es gab im Prinzip zwei Lehrberufe die erstrebenswert waren.

00:05:00: Bankkaufmann und Versicherungskaufmann.

00:05:03: Die versprachen damals eine glänzende Karriere und auch viel Geld nur.

00:05:08: Das Erlangen eines solchen Ausbildungsplatzes war verbunden also mindestens mit der persönlichen Bekanntschaft vier Bankvorständen oder Versicherungsvorstände und fünf Jahren vorher anmelden.

00:05:22: Also es ist mir nicht gelungen, ich habe es gar nicht probiert um ehrlich zu sein so einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

00:05:28: aber bedingt dadurch dass sich ja diese Tätigkeit hatte in der Immobilie damals schon nebenbei und ich immer wieder in Berührung kam tatsächlich auch mit dem Thema Parteiverkehr in so einer Wohnungsgesellschaft fand ich das ganz witzig.

00:05:50: Da kamen schon Menschen mit Geschichten, wo man daraus zuhören musste und wenn man natürlich jung ist und noch nicht die richtige Vorstellung hat von Arbeit dann fanden wir das erst mal irgendwie spannend.

00:06:02: Wenn einem die Leute oder Geschichten erzählen weiß noch eine Dame kam Und sagte, ja sie wäre eine schwedische Königin aus der Wiegel gestohlen und das Volk geraten.

00:06:12: Und ich dachte heute ist es richtig spannend wenn einem die Leute immer so ihre Sachen erzählen.

00:06:17: Aber dreißtausend Meter hast du, dann habe ich auch mal einen dabei.

00:06:20: sagen wir mal, Geschichten erzählen.

00:06:22: Genau und in der Summe habe ich dann tatsächlich meinen Vater gefragt, sag mal was hast du eigentlich gelernt?

00:06:29: Also das war nie Thema in dieser Zeit.

00:06:32: er hatte einfach einen Job, war da in leitender Positionen und ich hab ihn gefragt, was hast Du gelernt?

00:06:37: oder ich so, guh, ich hab erstmal im Autohaus eine kaufmädische Ausbildung gemacht, da bin ich zum Finanzamt gegangen als Sachbearbeiter zur Wohnungsbaugesellschaft und da war auch Zeit seines Lebens tätig.

00:06:52: Und er hat gesagt, ja und damals kann man da nichts lernen aber heute glaube ich gibt es dann eine Ausbildung.

00:06:56: so das war der Beginn.

00:06:58: dann haben wir uns mal darum gekümmert.

00:07:00: damals war der Lehrberuf Kaufmann oder Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft heißt heute auch ganz anders völlig unterrepräsentiert.

00:07:11: Es gab ganz wenige Lehrlinge, ich glaube wir waren eine Hand voll irgendwie zwanzig in der Berufsschule und er hat mich dann beworben mit meinem Gott sei Dank nicht mehr so sagen wir mal schlechten Zeugnis bei zwei Gesellschaften.

00:07:27: beide haben mir relativ schnell zurückgeschrieben.

00:07:29: da habe mich zum Bewerbungsgespräch eingeladen und ich war immer noch ein bisschen faul und bin dorthin gegangen wo es nur zwei Straßen weiter von meiner Schule war.

00:07:42: Und die haben mir sofort einen Lehrvertrag in die Hand gedrückt und dann war ich erst mal baff, hab die nach Hause getragen, hab dem meinen Vater gezeigt, die haben wir da gleich so ein Vertrag gegeben und gesagt, das unterscheibst du!

00:07:54: Das ist ein tolles Unternehmen!

00:07:55: So, das war der Beginn meiner Karriere.

00:07:58: Er hat dann hinterher sozusagen berufsbegleitend noch weitergemacht aber in der Immobilie hat noch den Diplom immobilien wird, den Diprom Sachverständigen gemacht Und seitdem in der Immobilie tätig bin treu geblieben.

00:08:12: Andreas, du hast die schnelle Fragerunde gekrescht.

00:08:14: Oh!

00:08:16: Zu viel erzählt... Alles gut?

00:08:19: Wir machen jetzt einfach mal weiter.

00:08:23: Da klingt sehr durch.

00:08:24: Du bist ja wahrscheinlich ein Verkaufszahlen schon den ganz jungen Jahren gewesen.

00:08:28: Aber sag mal welches Buch liegt denn gerade auf deinem Nachtisch?

00:08:33: Auf meinem Nachtisch muss ich gleich überlegen.

00:08:35: da liegen vier Bücher derzeit.

00:08:39: Das letzte Buch, das ich angefangen habe, aber auch glaube ich – ich bringe es nicht zu Ende – war ein Buch aus der Heimat, also eigentlich trivialer Literatur.

00:08:55: Es gibt also einen Ermittler Duo aus Miesbach.

00:09:01: Ich wohne ja in dieser Gegend Ich habe den Titel der Semmer mehr im Kopf, aber das ist so eine Reihe von Peter Ferke.

00:09:12: Das hat sich jetzt ein bisschen auserzählt über die fünfte Episode.

00:09:20: Es ist immer nicht zu lesen, weil man die Lokalitäten kennt... und der Schriftstelle auch gebürtig ist, als Missbach und sehr authentisch schreibt.

00:09:32: Aber ansonsten muss ich sagen beschäftige mich wirklich eher mit leichter Literatur einfach um einzuschlafen weil ich lese dann immer irgendwie nur eine Seite oder zwei.

00:09:42: die lese ich dann oft auch schon drei Mal an weil so okay es ist Zeit das Licht auszumachen also Dinge wie Dan Brown gerne eher in Richtung ja der Thriller, der Krimis.

00:09:57: Die schweren Sachen lese ich tagsüber.

00:10:01: Du bist der Gebürtig aus der Recht Unmünchen richtig?

00:10:04: Ich bin tatsächlich ein Münchner Prototyp glaube ich weil meine Mutter mir immer sagt du bist sogar rechts der Isar geboren und das war damals schon beim Markenzeichen im richtigen Krankenhaus auf die Welt zu kommen also Gebürtekrechts der Isaren tatsächlich in München.

00:10:21: Was ist dein Lieblingsort hier?

00:10:23: In München.

00:10:26: Ich glaube, da gibt es mehrere.

00:10:28: Also das ist ganz schwer zu sagen.

00:10:31: Ich muss dazu sagen ich habe nie in München selbst gewohnt.

00:10:34: Also ich hab immer drum rumgewohnt und bin aufgewachsen im Tutsing am Stammbäger See also sehr schön wurde dann verschleppt nach Gärmerring also eher schwierig aber sagen wir mal dem Bedürfnis meines Vaters Gehorchend, nicht mehr zwei Stunden anfangen Anfahrtsweg zu haben damals noch mit Zug und bin immer drum rum geblieben bis ich vor mittlerweile über von dreißig Jahren dann sozusagen in Landkreis Miesbach gezogen bin.

00:11:03: Mein Lieblingsort in München ist glaube ich schon schwarbing.

00:11:08: tatsächlich weil ich dort lange Jahre in der Schule war, weil ich da in der Ausbildung weil ich Schwabing einfach gut kenne, mittlerweile mein Sohn dort lebt.

00:11:20: Und ja... Schwabbing finde ich eigentlich, muss ich sagen, glaube ich am spannendsten aber es gibt viele andere schöne Orte Aber ich bin nicht so sehr wie soll ich sagen für Heidhausen, Bogenhausen oder sonstiges Bin ja beruflich in Grünwald.

00:11:38: da ist auch schön aber ein bisschen langweilig.

00:11:41: Welche Stadt hat dich zuletzt begeistert?

00:11:45: Zuletzt Lissabon nicht alleine, sondern in Verbindung mit Dublin weil ich ganz kurz hintereinander in beiden Städten nach langen Jahren mal wieder war und ich in beiden städten einfach erlebt habe was die aus sich gemacht haben.

00:12:04: Also insbesondere Dublin fahr seit glaube ich zwanzig jahren relativ regelmäßig nach Irland Und da kann man die Entwicklung unglaublich gut verfolgen, was diese Stadt, die echt mal schlecht war und echt mal arm war.

00:12:22: Was die aus sich gemacht hat.

00:12:24: Lissabon war einfach eine tolle Stadt mit viel Geschichte, mit tollen Leuten.

00:12:29: Zuletzt war ja auch noch in Rom.

00:12:30: also immer wieder ein Highlight war lange nicht da aber ich glaube die beiden Erst genannten waren so die spannendsten.

00:12:38: tatsächlich diesem Jahr.

00:12:41: Drei Adjektive, wie andere dich beschreiben würden?

00:12:44: Oh.

00:12:45: Das ist immer ganz schwer, finde ich... Also, ich glaube Zielstrebek ist eines schon fleißig und arbeitsam ungeduldig.

00:12:58: Ist es dritte?

00:13:01: Fleißig?

00:13:01: ist er nicht von der Schule übernommen worden, ne?

00:13:03: Nein!

00:13:03: Das hat sich Gott sei Dank gewandelt, aber das ist, glaub ich, ein ganz natürlicher Prozess.

00:13:07: also ... Wenn ich meine Kinder anschaue, die haben das alle übernommen und... Okay.

00:13:16: Jetzt haben wir ja schon gehört wie du zur Immobilienbranche gekommen bist.

00:13:20: Das hast du dir uns ja schon dargelegt.

00:13:22: wenn du jetzt aber nochmal zurück schaust was war dann so der Punkt der dich auch begeistert hat dann doch da rein zu gehen?

00:13:30: oder war es am Ende?

00:13:32: Ich muss ja irgendeine Ausbildung machen.

00:13:34: Also sicherlich war es erst mal, man muss ja irgendwie eine Ausbildung machen.

00:13:38: Aber das ist ja in so frühen Jahren wenn man wirtschaftliche Themen nicht im Fokus hat also wenn man ja schön zu Hause wohnt und essen und sonstiges hängestellt bekommt nicht ausschlaggebend.

00:13:49: aber natürlich war mir schon immer klar nachdem ich ein relativ fleißiges gutbürgerliches Elternhaus hatte dass man was tun muss.

00:13:58: Mein Vater kannte ich eigentlich nur Arbeiten oder im Jagdrevier.

00:14:04: Die Arbeit war schon viel, mehr Zeit, die er aufgewendet hat dafür für die Freizeit.

00:14:12: Aber die Immobilie habe ich relativ schnell lieben gelernt.

00:14:17: aus dem Ganzen von Grund weil ich wieder Glück hatte.

00:14:19: Ich hatte Glück nach der Ausbildung übernommen geworden zu sein und relativ schnell Verantwortung bekommen zu haben durch glückliche Umstände bei einem Kollege einfach in Rente ging und der Vorstand meines damaligen Arbeitgebers gesagt hat, er macht das ganz gut dem geben wir eine Chance also junge Leute nach vorne gelassen hat.

00:14:42: Und sobald man Verantwortung bekommt und diese auch positiv ausfüllen kann ist es ja wichtig dass man nicht jetzt in Stress gerät und darüber verzweifelt und sagt das kann ich alles nicht.

00:14:53: Macht's auch Spaß!

00:14:57: Immer fort, also die Ausbildung habe ich dann beendet und bin noch fünf Jahre in der Wohnimmobilie sozusagen geblieben.

00:15:06: Aber dachte mir das kann nicht alles sein.

00:15:09: Also war dann auch relativ schnell irgendwo, sagen Moment, nicht mehr ganz so erfüllend und hab dann immer Glück gehabt dass mich immer irgendjemand angesprochen hat.

00:15:16: Ich habe meinem ganzen Leben doch nicht einmal beworben sondern es habe mich immer jemanden angesprochen wobei ich nicht so viele Wechsel hatte tatsächlich.

00:15:22: Also bin ein sehr treuer Mensch wo sich immer eine schöne Chance aufgetan hat, die immer mit einer tollen Herausforderung oder mehreren Herausforderungen verbunden war.

00:15:33: Die mich auch verschiedenste Bereiche der Immobilie für dahin natürlich auch der Gewerbimmobilien haben kennenlernen lassen und es war kein Tag langweilig.

00:15:44: also wirklich auch der wechselliche in Augsburg gearbeitet.

00:15:48: ich habe in Hamburg gearbeitet jahrelang für eine Gesellschaft.

00:15:52: Wir haben eine Kapitalanlage-Gesellschaft damals übernommen, die wirklich bearbeitungsbedürftig war und das waren extrem intensive arbeitsame Jahre mit ganz viel Zeit.

00:16:06: aber ich habe es nie bereut und mir wurde auch nicht langweilig und ich hab' auch nie darüber nachgedacht ob man jetzt zwölf oder vierzehn Stunden am Tag arbeitet.

00:16:15: wenn man's gar nicht mehr merkt wie spät ist finde ich es am besten.

00:16:18: Und wenn man gute Menschen um sich hat, mit denen man gerne arbeitet, muss ich mich nicht mehr über das Thema Gleifbalance unterhalten, sondern dann ist es einfach so dass es einen erfüllt und das habe ich bis heute immer gefunden Gott sei Dank.

00:16:33: Also es gab nicht den einen Punkt wo ich gesagt hab BAM!

00:16:36: Das war's jetzt und da muss ich unbedingt dabei bleiben.

00:16:38: Es ist eine Entwicklung aber ich kann auch nichts anderes.

00:16:40: also das ist so... Habt ihr schon mal gesagt außer alte Westbass reparieren?

00:16:44: Das gelingt mir daran und waren als Ausgleich Ist die Immobilie mit Sicherheit mein Leben und jetzt bin ich ja doch schon etwas gereifter.

00:16:55: Und Blicke, also ich bekomme schon diesen Steuer, diesen Rentenbescheid.

00:17:00: Das ist den großen... Den großen... Wo soll ich dich bitten prüfen?

00:17:04: Wo so ein Datum drinsteht, dieses Datum.

00:17:07: Es überrascht mich immer wieder aber nein!

00:17:10: Also ich hatte nie den Wunsch waren das was anderes zu machen tatsächlich zumindest im Hauptberuf.

00:17:17: Okay.

00:17:17: Du warst bei der Patrizia auch, bevor du ... Ich war an der Patrezia genau ja, auch zehn Jahre lang davon tatsächlich über fünf in Hamburg auf dem Außenposten aber hoch spannende Jahre.

00:17:31: Was hast du da von so mitgenommen?

00:17:33: Erst mal das für mich damals völlig neue Gebiet der Kapitalanlagegesellschaft bzw.

00:17:39: Kapitalverwaltungsgesellschaft Also ein völlig anderes Arbeiten in geregelten Fonds.

00:17:45: Mit Auslandsimmobilien hatte ich vorher auch nicht tatsächlich dort auch ausländische Fonds betreut, gleich in erleitenden Positionen weil wir nur zu dritt eben aus Augsburg nach Hamburg gegangen sind um dieses Unternehmen wie soll ich sagen wieder nach vorne zu bringen das ein bisschen gelitten hatte durch die Voreigentümern.

00:18:06: und da habe ich wirklich ganz viel auch gelernt während der Arbeit, weil diese regulativen Dinge die du mit oder in der Bearbeitung eines mehreren Fonds in dem Fall hast.

00:18:24: Mit Anlage-Ausschusssitzungen und die ganze Regulatorik das war mir komplett neu bis dahin so und das muss man schnell lernen weil wir waren ja mittendrin im Thema Damals schon irgendwie drei Milliarden Assets an der Management vor der Brust und die mussten bearbeitet werden.

00:18:41: Dazu war natürlich Hamburg ganz neu, also ich war so Teilzeit-Hamburger Montag hin, donnerstag Nacht zurück.

00:18:49: War nicht unbedingt das was ich heute nochmal machen würde oder empfehlen würde wenn man jüngere Kinder hat oder überhaupt wenn man Kinder hat aber es war zumindest damals so spannend dass ich den Entschluss gefasst habe.

00:19:04: Es war eine tolle Zeit!

00:19:05: Seit wann bist du jetzt bei Rock Capital?

00:19:07: Mittlerweile im neunten Jahr.

00:19:09: Das hat auch eine Bewandtnis, also einer unserer beiden Gesellschaften Christian de Lavamro war zu Zeiten der Patrizia mal.

00:19:20: ganz kurz noch ein Werkstudent bei mir tatsächlich.

00:19:23: Den habe ich da kennengelernt.

00:19:24: Der hat gerade fertig studiert und ist dann bei uns ins Unternehmen eingestiegen, nach seiner Tätigkeit als Werkstudent.

00:19:34: Seitdem kennen wir uns und haben uns immer wieder getroffen.

00:19:36: Ich habe also seine Laufbahn nach Patrizia tatsächlich auch immer wieder verfolgt und wir haben uns auf den Kaffee getroffen um den heißen Brei herum geredet.

00:19:47: Bevor zog er immer, wie ist es denn so und ist da noch toll?

00:19:51: Aber das hat einfach nie gepasst.

00:19:54: Irgendwann war's halt einfach so... Ich bin aus Hamburg zurückgekommen nach München.

00:19:59: Hamburg war eigentlich angelegt für zwei Jahre, bin dann tatsächlich über fünf Jahre geblieben.

00:20:03: Bin zurückgekommen und irgendwie habe mir der Reiz nach was neuem gefällt.

00:20:12: Tatsächlich!

00:20:13: Das glaube ich war wirklich so das erste Mal und wir saßen wieder mal am Tegernsee bei einer Tasse Kaffee.

00:20:19: Und er hat wieder einmal diese Frage gestellt, ja wie schaut's denn so aus?

00:20:22: Dann habe ich gesagt jetzt könnte es eigentlich passen!

00:20:25: So dann war das eine Sache von zwei Tagen oder so, dann hatte ich einen Vertrag von ihm in der Hand, den habe ich final dann unterschrieben Ja, seitdem bin ich da und bin auch sehr glücklich.

00:20:39: Wir kennen uns jetzt fast dreißig Jahre.

00:20:43: Ich durfte ihn begleiten.

00:20:45: Ein paar Jahre jünger als ich, nicht viel aber ein bisschen.

00:20:48: Und insofern haben wir gedacht so als letzte Station – das ist ja zum Beispiel blöd.

00:20:54: dann, aber nachdem mich immer lange wo war teilweise einer Station vor Patrizia, sechzehn Jahre am Stück habe ich mir schon ein bisschen gedacht Das könnte jetzt eigentlich so nochmal ein Wechseln sein und dann aber nicht mehr.

00:21:10: Und darf ich jetzt hier gar nicht sagen, dass er das hört?

00:21:14: Am Ende habe ich glaube es sieht so ganz gut aus.

00:21:17: Läuft gut!

00:21:18: Wär blöd wenn du das ging.

00:21:23: Wenn du uns mal mitnimmst also bist Geschäftsführer.

00:21:26: Asset Management ist klar.

00:21:29: wie kann man sich so einen Tag von dir vorstellen?

00:21:31: Ja, da muss ich noch einwerfen.

00:21:32: Bei uns ist das Thema Essepmanagement extrem vermietungslastig.

00:21:35: Tatsächlich machen wir das Essep-Management, dass man so kennt wobei es ja auch eine riesige Bandbreite hat.

00:21:43: Wir sind eher nicht die Exelschubser sondern wir arbeiten aktiv an der Immobilie aber mit einem ganz klaren Fokus auf Vermietung weil wir einen großen Bestand haben und unser Bestand ist ja... sind wirklich Bestandsimmobilien, sind aber auch Neubauten also extrem breit.

00:22:01: Wir haben siebenundvierzig Objekte tatsächlich, wobei das noch nicht so viel an Zahlen aussagt.

00:22:08: Aber wir haben teilweise Objekten die dreiundvierzigtausend Quadratmeter am Stück haben.

00:22:13: Wir haben aber auch leere Grundstücke, die wir als Vorrat halten.

00:22:18: Wenn morgen einer kommt der sagt ich brauche aber dieses und jenes dann stehen wir parat und sagen können wir bauen.

00:22:25: Könntet ihr?

00:22:26: Ja, ganz genau.

00:22:26: Also das ist so und insofern beschäftigen wir uns natürlich mit unserem Bestand sehr intensiv.

00:22:33: So ein Tag sieht so aus dass wir uns grundsätzlich in der Früh immer treffen zu einem kurzen Take-up was hat der Tag gestern gebracht?

00:22:43: gibt es irgendwelche Dinge die offen sind?

00:22:45: gibt's irgendwie Ausbesichtigungen?

00:22:47: wir haben ja den Kollegen relativ viele Besichtigungstermine wo immer mal eine Frage offen bleibt.

00:22:53: Das versuchen wir in der Früh zu ergründen und dann geht jeder an die Arbeit.

00:22:57: Und ich bin natürlich mittlerweile relativ häufig tatsächlich im Büro, weil ich nicht mehr jede Besichtigung begleite muss ich auch gar nicht da wie wunderbare Kolleginnen und Kollegen, die das Ganze alleine ganz gut kennen.

00:23:13: wenn es ein großes Gesuch ist gehe ich schon mal mit, einfach auch um Präsenz zu zeigen.

00:23:19: Ansonsten sind wir natürlich in der Geschäftsführung mit strategischen Dingen beschäftigt.

00:23:26: Auch wir haben wie sicherlich viele anderen relativ viele Meetings arbeiten immer dran die Meetingkultur ein bisschen einzudampfen aber auch das gelingt uns noch.

00:23:37: und Ansonsten Präsentationen, Gespräche mit Marklern einfach umzusehen.

00:23:42: Was braucht der Markt?

00:23:43: Um das Ohr am Markt zu haben und Leute zu treffen.

00:23:50: Wir präsentieren Gott sei Dank relativ häufig und oft unser Angebot bei irgendwelchen größeren Mietinteressenten und ansonsten Gesprächen mit Architekten, mit Planern oder alles das was so... Ein Immobilienmann den ganzen Tag.

00:24:08: Wenn du jetzt auch Rock Capital nochmal etwas näher beschreibst, seid ihr da eher Investor, Entwickler, Produktdesigner oder alles miteinander?

00:24:20: Wir sind sicherlich alles miteinander.

00:24:21: also erstmal sehen wir ein klassisches Family-Office behaupten ja viele von sich zu sein.

00:24:26: ich glaube wir können es mit Fug und Recht behaupte tatsächlich eines zu sein weil schlicht und einfach nur zwei Gesellschaften haben.

00:24:32: Wir haben zwei aktive Gesellschafter, die wirklich wie Kollegen für uns sind, die mit uns arbeiten, die auch geschäftsführende Gesellschafter sind und wir haben kein Fremdgeld im Hause.

00:24:44: Das ist sehr angenehm.

00:24:47: natürlich haben wir Objektfinanzierungen.

00:24:48: klar unser Geschäft so Kapitalintensiv, dass wir nicht ausser als Liquidemitteln stemmen können.

00:24:53: Aber wir sind da ganz klassisch unterwegs wirklich immer Eigenkapital und eine Finanzierung drauf.

00:25:03: Wir bezeichnen uns eigentlich als Projektentwickler.

00:25:05: Da kommen wir her, haben aber den glaube ich gerade in diesen Zeiten großen Vorteil das wir eben einen schönen Immobilienbestand haben der Miete bringt Und von dieser Miete können wir gut leben.

00:25:18: Das ist etwas, was gerade in Zeiten die etwas schwieriger sind.

00:25:21: Für Projektentwickler uns natürlich ein extrem sanftes Ruhigissen geben zu sagen wir müssen jetzt nichts machen!

00:25:30: Wir müssen nichts verkaufen und nicht unbedingt uns verkünsteln und irgendwie zu jedem Preis irgendwas auf dem Markt werfen nur damit wir das nächste Projekt machen können.

00:25:38: Wir haben immer Projekte am Laufen.

00:25:41: Wir sind in der glücklichen Lage tatsächlich dass wir ganz häufig schon Vermietungssituationen haben, die auch die Erwartungen der Bank längst übererfüllen zu einem Zeitpunkt, wo wir das Bauen noch gar nicht angefangen haben.

00:25:55: Das gelingt nicht immer aber es gelingt häufig und das ist eine wunderbare Sache.

00:26:01: Ansonsten Rockcapital ist jetzt über zwanzig Jahre alt mittlerweile also zwanzich Komma Jahre alt, wir haben siebzig Mitarbeiter.

00:26:10: Standort ist tatsächlich ausschließlich Grünwald bei München.

00:26:14: Wir haben einen Kollegen, der sitzt so zwei Tage in Frankfurt ein Architekt aber die meiste Zeit ist auch bei uns und wir haben es einfach auf die Fahne geschrieben hier zu bleiben also in der Region zu bleiben mit dem ganz einfachen Hintergrund A haben wir nicht genügend Leute um uns auszudänen.

00:26:30: ist ja überhaupt nicht unser Ziel das Unternehmen jetzt irgendwo in eine auch Personalstärke zu treiben, die auch nicht mehr händelbar ist.

00:26:40: Und wir merken schon so der Sprung den wir die letzten fünf Jahre gemacht haben von thirty-fünf zu seventy Mitarbeitern also eine Verdoppelung.

00:26:50: das bringt schon mit sich dass man sich sehr viel intensiver mit dem Thema Personalsuche den Befindlichkeiten mit der Organisation beschäftigen muss.

00:27:04: Und das ist einfach Zeit, die dir ... Die ist zwar super sinnvoll eingesetzt aber sie fehlt dir irgendwo oder du musst Menschen suchen, die das für dich erledigen können.

00:27:14: Kam das relativ schnell von fünfunddreißig auf siebzig?

00:27:16: Ja also wir haben natürlich über unsere Projekte unsere großen Projekte, wie das Hetz in Aschein mit mit dreiundvierzigtausend Quadratmetern zum Beispiel relativ schnell auch während Corona Menschen einstellen müssen insbesondere im Bereich der Technik der Architektur.

00:27:37: Wir sind ja ein Haus dass sich auf die Fahnen schreibt wirklich im vollstufiges Haus zu sein und insofern leisten wir uns Mitarbeiter und Kompetenz in allen relevanten Disziplinen.

00:27:52: bis hin zum eigenen Propertymanagement, weil wir da einfach festgestellt haben dass es uns am besten tut wenn die Leute im Hause haben.

00:27:58: Weil wir den schnellsten Zugriff haben und auch die schnellste Umsetzung unserer Strategie.

00:28:02: aber wir haben Architekten, wir haben Bauingenieure Wir haben das Thema Projektentwicklung wirklich mit Städteplanern Mit sogar Gartenbauarchitekten.

00:28:10: Wir haben natürlich das Thema Finance wie alle anderen.

00:28:15: Wir haben dieses Thema Transaktionen mit entsprechend versierten Mitarbeitern Und so alle Bereiche, von denen wir denken das es wichtig ist die Leute auf der Payroll zu haben.

00:28:27: Natürlich bauen wir nicht selber, wir haben kein eigenes Bauunternehmen aber... Wir sind in jedem Projekt oben drauf in der Oberbauleitung also wir arbeiten natürlich mit externen Architekturbüros auch sehr glücklich darüber dass verschiedensten Objekten ganz unterschiedliche Architekten kennenlernen, die einen ganz unterschiedlichen Ansatz haben.

00:28:50: Das braucht man auch.

00:28:51: Du kannst nicht immer nur mit den gleichen arbeiten.

00:28:53: Der eine kann das gut und der andere ist im Denkmalschutz besser.

00:28:56: aber unsere Leute sind zumindestens soweit dass sie auf der Baustelle die Oberbauleitung machen und einfach die externen Steuern.

00:29:04: und damit fahren wir ganz gut Und da gibt es sicherlich verschiedene Modelle in dem Bereich.

00:29:11: Wir sind einfach fessenfester davon überzeugt, dass wir die relevanten Disziplinen im Hause brauchen.

00:29:17: Und insofern sind wir tatsächlich.

00:29:18: die letzten fünf sechs Jahre haben wir uns verdoppelt.

00:29:23: Aber es war immer nötig und wir stellen nicht Menschen ein nur weil wir jetzt denken du fühlst dich besser wenn du noch irgendwie einen Mitarbeiter mehr hast sondern wir achten sehr drauf.

00:29:36: Darum sind wir vielleicht immer ein bisschen tatsächlich unseren Bedarf auch hinterher.

00:29:40: Für uns ist wichtig, dass wir Leute nicht nach Abschluss eines Projektes nicht mehr beschäftigen können.

00:29:44: Es ist immer der Gedanke zu sagen, können wir diese Leute dauerhaft behalten?

00:29:47: Können wir eine Perspektive geben?

00:29:49: Natürlich kannst du für zwei Jahre dir mal schnell jemand einstellen und du hast ein Riesenproblem weniger.

00:29:54: Wir könnten an manchen Baustellen bestimmt noch zwei drei Architekten, Bauingenieure brauchen und kämen wesentlich schneller davon.

00:30:01: Aber was machst du danach, wenn dieses Projekt abgeschlossen ist?

00:30:04: Du hast ja heute keine Garantie, dass du gleich einen Anschlussprojekt hast.

00:30:06: Wir haben jetzt drei große Projekte, die wir gleichzeitig haben neben einigen Kleinen, die gar nicht so relevant ins Kontor schlagen.

00:30:16: Aber wir wissen nicht ob wir in drei Jahren wieder drei Projekten haben oder vielleicht nur zwei oder nur eins machen.

00:30:22: Also wir erlauben uns ja, dass wir uns wirklich auch den Markt dort anpassen.

00:30:26: und wichtig ist für uns das wir den Leuten nicht sagen müssen, du zu uns leid musst du etwas anderes suchen!

00:30:31: Ja.

00:30:33: Du hast das Hetz eben schon erwähnt, ähm ... Das hatte ja ursprünglich einen anderen Ausgangspunkt.

00:30:41: Grinste!

00:30:43: Wie hast du das persönlich erlebt in der Phase?

00:30:47: Also ich habe das Hitz damals hieß es ja noch nicht Hitz wirklich vom Tag zwei, sag' ich mal im Einkauf war.

00:30:54: Ich war tatsächlich noch nicht bei Rockcapital also es war schon bestanden als ich kam aber es war ein Bestand der noch nicht entwickelt war.

00:31:03: und den ersten Tag der Vertragsverhandlungen mit dem damals bestbewertesten DAX-Unternehmen Wirecard, den habe ich erlebt und habe auch die ganzen Vertragshandlungen natürlich mit meinen technischen Kollegen geführt.

00:31:20: Mit den Anwälten geführt und es waren sehr lange Verhandlungen.

00:31:22: wir haben sehr, sehr lang gefahren.

00:31:26: Die ARIA habe ich komplett durch.

00:31:28: Ich habe natürlich dann auch die nicht minder anstrengende Planungsphase nach Abschluss des Mietvertrags, den haben wir ja im Dezember, im Jahr ist es am Ende des Jahres, im September und im Jahr Jahrzehnt.

00:31:37: Ganz im Jahrzehn bin ich dann geplant.

00:31:41: Eine sehr, sehr anstreggende und herausfordernde Planungsfase muss ich wirklich sagen.

00:31:47: also wir haben viel über.

00:31:49: huggelsichere Scheiben, Hubschrauber, Landeplätze und so Dinge gesprochen die man sonst nicht jeden Tag hatte in der Immobilie.

00:31:54: Aber es ist ja auch wieder... Man lernt immer dazu bis wir dann so Anfang im Jahr zwanzig schon merkten die Teilnahme an Schufhexenburt ein bisschen geringer also es waren immer weniger Menschen aber es war noch nichts zu merken.

00:32:08: als dann die Teilname und auch das Feedback zur offenen Themen wirklich sehr reduziert wurde haben uns natürlich schon Gedanken gemacht und da kamen ja auch relativ schnell die ersten Berichterstattungen über irgendwelche Whistleblower oder sonstige Menschen, die irgendwie gedacht haben.

00:32:24: Sie wüssten was, weil sie ja gar nicht so falsch gelegen sind und wir waren natürlich von der Insolvenz von Weierkart im Jungen Juni, sagen wir mal, nicht mehr so extrem überrascht.

00:32:41: Aber natürlich ist es ärgerlich wenn du einen Singletonen verlierst wo du so viel Zeit investiert hast sicherlich auch schon Geld investiert hat im Plan und Gott sei dann kommt mir nichts gebaut Und der bricht hier weg von heute auf morgen für dreiundvierzigtausend Quadratmeter in einem Objekt in Aschein also nicht München Innenstadt wo du nur zweit an dem Fingerschnippen musst.

00:33:03: Die nächste Kanzlei steht da und sagt, darf ich es bitte haben?

00:33:06: Sondern du wirklich schon was tun musst.

00:33:10: Ja aber wir waren plötzlich mitten drin in dem glaube ich größten Wirtschaftskrimi der Nachkriegszeit.

00:33:19: tatsächlich hatten keine Ansprechpartner mehr hat ein geplante Subjekt Und was ja erschwärmt hinzukam Wir waren in der ersten Corona Phase Damals.

00:33:31: Also es war irgendwie alles, was man nicht gebraucht hat, war da aber... Es hat uns auch animiert und wir mussten einfach drüber nachdenken.

00:33:40: Wir konnten uns immer hinsetzen und sagen jetzt lecken wir unsere Wunden und dann weinen wir ein bisschen.

00:33:44: Wir haben sicherlich zwei, drei Nächte mal nicht ganz so gut geschlafen.

00:33:48: Aber es hatte uns extrem motiviert und das hat uns im Team motiviert.

00:33:51: Das war ganz toll!

00:33:53: Und wir haben wirklich relativ schnell begonnen, auch unter dem Gesichtspunkt der Pandemie, die damals ja ganz neu war.

00:34:04: Wir haben ja alle gedacht es dauert jetzt irgendwie vier Wochen und da ist dieser Witz wieder vorbei.

00:34:08: So haben wir aber dann während dieser Zeit schon gemerkt verdammt das dauert irgendwie länger und es wird immer komplexer.

00:34:15: und dann kam eben das Thema Homeoffice, diese Kassenierung sozusagen, die wir auch voll mitgemacht haben.

00:34:23: also wir haben wirklich im fünften März Büro geschlossen, alle Mitarbeitenden ins Homeoffice versetzt und hatten auch diese Thematik dann begleitend.

00:34:35: Dass wir plötzlich nie mit diesen Austausch hatten weil unser Haus lebt einfach von der Kommunikation.

00:34:38: also dadurch dass wir alle in einem Haus sitzen sprechen wir unheimlich viel miteinander und lösen Probleme gleich.

00:34:44: Also wenn wir irgendein Thema haben Dann gehen wir dahin und sagen lass uns mal drauf gucken das ging plötzlich nicht mehr.

00:34:51: natürlich waren wir auch organisiert und sortiert und haben unsere Teams-Meetings, wir haben damals alle Teams kennengelernt abgehalten.

00:35:00: Aber es war nicht mehr das gleiche.

00:35:02: Wir haben relativ schnell einen ersten Plan entwickelt.

00:35:06: was wir mit dem Hetz tun mussten also Punkt eins war kein Single Tenant mehr.

00:35:10: dass Haus Multitenant fähig machen Das ging gut weil wir neuen Erschließungskärne hatten in dem Haus und das muss man dazu sagen das Haus ist ja gewachsen, also das Haus ist ja nicht ganz zwei Drittel war es bestand und den Rest haben wir dazugebaut.

00:35:27: Und haben uns ganz konsequent darauf ausgerichtet dass wir das Haus multitenenfähig machen weil uns klar war du findest... once in a lifetime ein Meter über vierzig tausend Quadratmeter und ob der dann nach Aschein geht?

00:35:39: Frage!

00:35:40: So das wollte man nicht abwarten, haben's multitennenfähig gemacht und dann haben wir alles einfließen lassen was uns täglich so Ja, berührt hat was wir täglich gelesen haben.

00:35:50: Was täglich diskutiert wurde weil relativ schnell kam ja das Thema auf Homeoffice und was kommt danach?

00:35:58: Also das hat ja gar nicht lange gedauert.

00:36:00: also es ist ja nicht eine Diskussion die man jetzt erst seit einem Jahr führt sondern das kam also ich sage mein halbes Jahr nach der Pandemie kamen schon die ersten Berichterstattungen.

00:36:11: ja was passiert denn?

00:36:12: dann kommen die Leute wieder Und wir haben einfach versucht Die richtigen Leute um uns zu schauen.

00:36:20: Das können wir nicht alles selber auf die Fahnen schreiben, sondern wir haben natürlich auch Glück gehabt dass wir wirklich mit Innenarchitekten arbeiten durften, die einfach das gleiche Verständnis hatten und alle Feuer- und Flamme waren für dieses Produkt, das wir uns überlegt haben nämlich dieses Hats.

00:36:33: von Anfang an war klar und es war auch der Slogan Tag zwei dem Menschen in den Mittelpunkt stellen weil der Mensch so ein bisschen verloren gegangen ist damals in dieser ganzen Pandemie die Chancen nutzen, zu sagen ja wir haben eine Lösung für die Frage was musst du denn tun dass Menschen wieder gerne ins Büro kommen?

00:36:52: und so ein bisschen ausschlaggebend war für uns auch eine beiläufige Frage einer Kollegin unseren täglichen Teams Meetings.

00:37:00: Und da waren alle Kolleginnen und Kollegen immer drin, die Zuhause keinen Platz hatte zur Arbeiten in der Zweizimmer Wohnung irgendwo in Sendling.

00:37:08: ihr Mann war auch extrem tätig, also die konnte nicht mehr zu Hause arbeiten und dann hat sie sich einen Wohnwagen gemietet.

00:37:15: Hat sie vor das Haus gestellt, hat dem Wohnwagen gearbeitet und mit so einem WLAN-Verstärker abenteuerlich.

00:37:23: aber die Leute sind kreativ und wir sind damals ja auch umgezogen War ein Ursprünger, ich hatte mir das beruhigende Filmgelände.

00:37:32: Haben dann schönes Haus gekauft in Grünwald und wir haben während Corona auch noch mit den Gedanken, dass machen wir in sechs Monaten fertig.

00:37:41: Wir haben dann glaube ich zwei Jahre dafür gebraucht aber nicht nur wegen Corona, sondern weil sie auch viele bauliche Dinge ergeben haben.

00:37:48: Aber nichtsdestotrotz wir waren dann mit dem Haus relativ fertig und die Kollegin hatte irgendwas von der IT gebraucht und hat das abgeholt in den Haus.

00:37:55: Wir durften ja alle nicht hingehen, aber sie alleine durfte hingehen und irgendwie ein Bildschirm abgeholten.

00:38:02: In diesem Teams-Meeting hat sie gesagt, mei ist es schön.

00:38:06: Wann darf ich denn wieder ins Büro?

00:38:08: Und das war für uns wirklich so eine Initialzündung, dass wir gesagt haben, boah, wir sind voll auf dem richtigen Weg!

00:38:13: Wir müssen das wirklich schön machen und wir müssen alles denken was irgendwelche Menschen schon mal geäußert haben.

00:38:21: wie können wir Menschen entspannen?

00:38:23: Wir haben immer versucht auch unsere Mitarbeiter zu hören Immer wieder gesehen so ganz banale Dinge, wenn du ein Meeting hattest und das hat mal länger gedauert.

00:38:31: Sondern dann wurden immer die kleine Kinder hatten, die nur im Kindergarten waren.

00:38:34: Die wurden immer brutal nervös bis dahin, dass sie sagten, ich muss jetzt gehen.

00:38:38: Weil sonst ist mein Kindergärtenplatz weg, weil die warten nicht.

00:38:41: das Kind irgendwie abholen, also meine sind mittlerweile zu alt.

00:38:45: Aber offenbar ist es heute so dass man die wirklich pünktlich abholern muss.

00:38:49: ansonsten zwei Abmahnungen ein bisschen platzlos.

00:38:52: So wie gesagt das ist ja eine Situation die darf sie eigentlich gar nicht geben.

00:38:55: du kannst der Leute nicht unter Druck setzen dadurch dass du sagst Sie müssen pünftig um siebzehn Uhr jetzt in einem ganz anderen Stadtteil sein und ihr Kind abholend.

00:39:05: Das hat uns auf die Idee gebracht wir brauchen eine eigene Kita.

00:39:08: Und da kam eins zum anderen, dieses ewig diskutierte Thema.

00:39:11: Wo gibt's denn hier Essen?

00:39:13: Also das haben wir im eigenen Leib erlebt weil Grünwald es jetzt nicht so super versorgt.

00:39:21: Im neuen Haus oder in unserem jetzigen Haus haben wir eine riesige Mitarbeiterküche gebaut.

00:39:26: Das hatten wir vorher gar nicht.

00:39:27: also diese einfachen Dinge Die auch völlig banal klingen.

00:39:30: Das ist doch auch Puls der Zeit.

00:39:32: jetzt, oder wenn ihr so eine Mitarbeiterküche habt?

00:39:33: Da treffen sich doch alle und da finden die Gespräche statt diese zufälligen Begegnungen.

00:39:38: Also damals war es wirklich doch Essen.

00:39:40: also die Leute müssen irgendwie was kochen können weil wir wissen ja nicht jeden Tag kann sie auch nicht jeden tag jeder leisten dass er sie irgendwo essen kommen lässt oder oder kauft.

00:39:47: die leute bringen Sie etwas mit.

00:39:48: das wollen sie wahrmachen.

00:39:50: Das war damals der Hauptgedanke.

00:39:51: heute ist die Küche des Arbeitsplatzes ein Kommunikationszentrum.

00:39:56: da sitzen mittlerweile Kolleginnen und Kollegen, die finden das da besser als am Arbeitsplatz.

00:40:02: Da habe ich super meine Ecke oder dann bringe ich meinen Hund mit, der stört da keinen... Also der Küche ist eigentlich unser bestes.

00:40:09: Wie zu Hause?

00:40:10: Wenn du eine gute Küche hast, ist alles da!

00:40:12: Alle Partys,

00:40:13: oder?!

00:40:14: Und wenn unsere Leute gebündelt irgendwo treffen willst ... Dann in der Küchen!

00:40:20: Absolut!

00:40:22: Das heißt aber auch ja die ganzen Mieter mitbegleitet Mitbegleitet, wie die sich auch intern transformieren.

00:40:31: Wie sich das Gebäude entwickelt hat aber auch, wie ihre Strukturen angepasst haben.

00:40:36: noch Corona richtig?

00:40:37: Absolut ja!

00:40:39: Das war so ein Punkt was uns sehr viel Know-how gebracht hat.

00:40:44: Die Diskussion insbesondere mit den ersten Suchenden... Ja es hat sich gehalten bis heute alle mit dem gleichen Gedanken kamen wir sind in einem Changeprozess weil wir natürlich auch Homeoffice haben.

00:41:01: Viele schon gemerkt haben, dass das nicht so ein super Ideal für ihr Business ist, dass sie es vielleicht nicht mehr ganz zurückfahren können, dass die aber alles tun wollen um den Mitarbeiter des Erscheinen im Büro so angenehm und erstrebenswert wie möglich zu machen.

00:41:18: Wir haben ganz unterschiedliche Mieter erlebt, die aus ganz unterschiedlichen Situationen kamen also klassisches Gebäude aus den Siebzigern, Verzimmerung.

00:41:29: Aus einer Zeit wo man sich noch hierarchisch dadurch sozusagen wie soll ich sagen ja abgeglichen hat dass der eine zwei Fenster hatte und der andere drei und der nächste hatte dann ein Eckzimmer mit Sekretärin.

00:41:46: das war die Denke.

00:41:47: so bin ich aufgewachsen tatsächlich beruflich mit so einer Denke Und aus solchen Strukturen kamen ganz viele Mieter, die aber auch gemerkt haben.

00:41:57: Es ist nicht mehr an der Zeit ... Damals war das der Begriff New Work noch ganz neu.

00:42:05: Der ist auch so ein bisschen entstanden.

00:42:07: Aber auch heute noch Mieteinteressenten sind zu uns kommen und sagen wir wollen jetzt auch New Work!

00:42:13: Aber Sie wissen gar nicht, was es ist.

00:42:15: Und wie das geht!

00:42:15: Aber sie sind total dankbar wenn man sie an die Hand nimmt.

00:42:18: und wir haben da so einen schönen eigenen Bereich der Workplace Strategie heißt wo wird den Leuten einfach zeigen wie kann sowas aussehen?

00:42:26: Du tust sie natürlich extrem viel leichter wenn du nicht nur schöne Bilder hast sondern Leute einfach in der Hand nimmst und sag pass auf jetzt zeige ich dir mal diese Situation live beim Mieter kannst mit dem reden und er hat das so gemacht.

00:42:40: Also ihr geht mit potenziellen neuen Metern in eure Gebäude und könnt denen zeigen.

00:42:45: Und das ist unser größter Vorteil, dass wir eben Muster besichtigen können und dass Menschen die im Zweifel sind – und es ist ja schon ein riesen Thema.

00:42:55: also wenn du heute so einen Unternehmen mit irgendwie vierhundertfünfzig Mitarbeitern verlagerst!

00:43:01: Das ist ja nicht nur eine logistische sondern auch eine menschliche Herausforderung, so ein Changeprozess da hast du ja immer welche die sagen Ja, super!

00:43:10: Aber ich wohne hier fünf Minuten entfernt und jetzt muss ich da zwanzig Minuten hinfahren.

00:43:14: Also das sind ja einfach emotionale Befindlichkeiten die du den Leuten gar nicht nehmen kannst.

00:43:19: Du kannst es nur so schön wie möglich machen aber man muss immer die Leute mitnehmen und natürlich sind verantwortliche Unternehmenslenkerbetriebsräte in dieser Situation dass sie vielleicht noch nie umgezogen sind oder vor zwanzig Jahren das letzte mal umgezogen sind und gar nicht wissen, wie geht das heute?

00:43:40: Was kommt auf mich

00:43:41: zu?".

00:43:42: Und wir zeigen einfach Muster.

00:43:43: Ich sage immer so unser Musterkoffer und sie können auch sprechen – einfach mit dem Geschäftsführer vom Unternehmen XY der vom halben Jahr angezogen ist, der jetzt eine Mischung hat aus Open Space und Hot Desks und ein paar Büros für besondere Anforderungen, Personalabteilungen halt immer als ein Thema natürlich in sich abgeschlossen bis hin zu kompletten Open Space Lösungen, die wir auch haben.

00:44:09: Wo du einfach arbeitest mit ein paar Silent Rooms und mit Phoneboxen aber auch so Dinge wie Prayer Rooms oder Mutterkind darf man ja nicht mehr sagen.

00:44:23: Wir sagen jetzt immer Mitarbeitende Kind Büro weil es gibt nämlich auch Väter kind also Büros Tolle Sachen haben wir auch gelernt, dass so was total gut ankommt.

00:44:33: Wenn du einfach dein Kind wird es mal ein bisschen kränkelt?

00:44:35: Du bringst das einfach mit und hast einen Spielteppich, hast ein bisschen Spielzeugung, kannst einfach nur arbeiten.

00:44:39: Tolle Geschichte!

00:44:42: Ist die Nachfrage nach Büroimmobilien steigt stetig?

00:44:46: oder was würdest du sein?

00:44:47: Die Nachfrage zu qualitativ hochwertigen Büroimobilien ist gut vorhanden.

00:44:56: ob sie... stetig steigt, ich glaube das kann man gerade in der heutigen Situation nicht sagen.

00:45:02: Was auf alle Fälle steigt ist die Nachfrage nach Qualität.

00:45:08: Objekte die sagen wir mal irgendwie jetzt vierzig Jahre alt sind wo der Eigentümer wenig bis nichts investiert hat und sie einfach nicht angepasst hat.

00:45:19: Die kannst du auch meistens über den Preis nicht mehr vermieten.

00:45:23: Also da ist nicht mehr das Thema ja, es kostet nur zehn Euro Miete.

00:45:27: Da gibt's natürlich immer ein paar die sagen ich bin so preisintensiv und dem Vertrieb ist es wurscht aber das is nicht mehr die Masse.

00:45:34: was wir erleben ist dass das Mieter auch in B-Lagen bereit sind eine vernünftige Miete zu bezahlen wenn sie gute und sehr gute Qualität dafür bekommen.

00:45:47: Und da ist die Nachfrage

00:45:48: gut.".

00:45:48: Das haben noch nicht alle verstanden, dass man investieren muss?

00:45:52: Und das der Mieter nicht bereit ist erst zu kommen und zu sagen ja, die werden schon was machen!

00:45:58: Die Zeiten sind vorbei.

00:45:59: Es wird mit Sicherheit Objekte geben im Altbestand in Lagen, die einfach keine Chance mehr haben.

00:46:04: Da muss man auch ganz klar sagen manchmal ist die Abrissbirne dann die einzige Lösung aber es schadet auch nichts.

00:46:12: Es ist eben immer, wenn eine Immobilie zu lange leer steht.

00:46:18: Egal ob jetzt groß oder klein.

00:46:20: Also ich bin bewusst bei uns... Ich komme aus Zelle und es ist ein K-Stadthaus jetzt leer seit drei Jahren.

00:46:25: Ich weiß gar nicht genau.

00:46:27: Der Verfall der Fassade ... Das ist unfassbar!

00:46:32: Ich habe es mir bewusst angeguckt jetzt wo ich dachte das gibt's doch gar nicht.

00:46:36: Das geht extrem schnell.

00:46:39: Wenn sich keiner mehr darum kümmert Ja, aber das ist so ein Thema.

00:46:43: Also dieses Warten auf den Mieter... also wir haben die ganz klare Erfahrung gemacht du musst in Vorleistung gehen und du musst den Leuten was zeigen und du muss authentisch sein und vor allem dann das auch erfüllen was du den Leuten sagst.

00:46:59: Und vielfach helfen da einfach nicht mehr die schönen bunten Bilder die heute mittlerweile über KI so toll gemacht werden können.

00:47:09: Ich sage immer, Muster.

00:47:11: Das ist das Beste und unsprechen also diese Kommunikation auch mit Menschen die diesen Schritt hinter sich gebracht haben zu sagen ich gehe jetzt dieses Wagnus ein oder dieses Dieses Ja, das ist ja schon Abenteuer.

00:47:24: Also wenn du so groß unternehmen auch umziehst Und vielfach findet man dort ja auch dann beruhigungen Wenn die Leute sagen wach wir sind in einem wochenende umgezogen Wir haben die und die Firma gehabt dem das als super gemacht.

00:47:36: gebaut ist alles toll und guckt ihr es an Das beruhigt den ein oder anderen tatsächlich.

00:47:42: Das kann ich mir gut vorstellen, ja!

00:47:44: Lassen Sie nochmal kurz den Blick auf eins eurer anderen Projekte werfen – das Monaco?

00:47:48: Ja unser Schätzchen!

00:47:52: Also das Monako ist ja ein eher kleines Projekt, dass wir gerade bauen im Münchner Werksviertel sicherlich mit wenn nicht das spannendste Viertel momentan in München zumindest auf Sicht, weil im Werksviertel glaube ich es erstmals gelungen ist in der ansonsten ja immobilientechnisch eher konservativen Stadt München.

00:48:18: Dinge wie Arbeiten, wie Leben also Wohnen, Dinge wie Kunst und Kultur, wie Ausgehen, wie Essen, wie Spaß die Veranstaltungen zusammenzubringen auf einen Fleck, also das was andere Städte schaffen.

00:48:38: Also wenn wir mit New York anfangen aber wenn wir uns London anschauen oder sonstige europäische Hauptstädte da gibt es solche Flächen ganz viele und solche Viertel ganz viele die einfach bunt sind und wo nicht um siebzehn Uhr oder achtzehn uhr die allermeisten Lichter ausgehen.

00:48:58: Da ist sicherlich das Werksviertel in München ein absoluter Prototyp dafür.

00:49:03: Wäre schön, wenn es weitere gibt.

00:49:05: aber man muss auch wissen wie viel Arbeit das Werkesvierteln kostet hat den Eigentümern und wie viel Duldsamkeit und wie viele Durchhalte vermögen.

00:49:15: Das muss man wirklich sagen um das draus zu machen.

00:49:17: Aber in diesem Werksvertel haben wir eines der letzten Grundstücke im wirklichen Werksvertel.

00:49:22: also Werks-Viertel hat ja auch so eine Ausdehnung genommen, also der Werksviertel geht ja in Detiktion relativ weit.

00:49:29: Aber es gibt für mich so ein Kernwerksvirtel, das ist einfach um den Knödelplatz herum.

00:49:33: Also was früher alles mal Pfanne war.

00:49:37: Haben wir eines der letzten und ich glaube sogar das letzte Grundstück damals kaufen können und bauen dort jetzt das Monaco.

00:49:45: Monaco heißt Monaco.

00:49:46: Wir suchen die Namen ja immer selber aus weil uns die Stadt München den Gefallen getan hat Die Straße davor und dem Platz Hermoditl-Straße zu nennen.

00:49:55: Menschen in meinem Alter wissen, wer Hermoditel ist.

00:49:57: Er hat natürlich den legendären, unter anderem legendären der legendäre Regisseur für die wunderbare Serie Monaco Franzi, den glaube ich in München fast jeder kennt und auch junge Leute mittlerweile kennen weil sie folgen sehr häufig im Kino Mond und Sterne

00:50:17: usw.,

00:50:17: immer wieder an gebracht werden, aber für mich ein Highlight sozusagen des Lokalkolorits.

00:50:25: Und ja also für uns war klar das muss man aufnehmen.

00:50:29: Emo-Titel Monaco und gab es auch noch nicht.

00:50:33: insofern haben wir gesagt das heißt Monaco.

00:50:35: Monaco ist deswegen besonders weil grundsätzlich wie bei allen anderen Objekten die wir neu bauen oder umbauen wir versuchen immer ein bisschen die Nase von zu haben in verschiedenen Themen.

00:50:52: Und wir das Thema Nachhaltigkeit wirklich versuchen, zu leben nicht nur irgendwo in einem Prospekt zu schreiben sondern wirklich Beispiele zu bringen.

00:51:01: Ich sage immer du musst eine Geschichte erzählen können und du musst darauf hin zeigen damit jeder versteht.

00:51:06: und in der Mobilität wird ja... die letzten Jahre gern der Begriff Cradle to Cradle so hervorgehoben.

00:51:14: Ich glaube, die Gegenden wissen was es tatsächlich ist.

00:51:16: also man kann's vielleicht noch ins deutsche übersetzen aber die wenigsten Leute wissen wie das wirklich geht.

00:51:22: Wir haben auch da wieder Glück gehabt und haben Architekten getroffen in dem von niederländische Architekten Die zu uns kamen und gesagt haben dürfen wir mal eine ganz verrückte Idee haben?

00:51:34: und da sind wir immer dabei.

00:51:35: Also wenn jemand sagt wir haben dann nicht ganz andere idee dann sagen wir über zeig sie uns bitte.

00:51:39: Das haben sie uns gezeigt in Form einer extrem besonderen Fassade.

00:51:46: Dadurch, dass das Haus nicht groß ist, haben wir lange damit uns fast abfinden müssen, dass wir einfach so ein Büro-Riegel dahin stellen und gucken, ob es das Grundstück ausnutzt.

00:51:58: Aber das haben wir nur zu zwei Dritteln zugelassen und haben gesagt, ein Drittel widmen wir eine völlig andere Architektur.

00:52:05: Wenn man Monaco heute anschaut ... Dann ist in etwa zwei Drittel ein klassisches Rechteck und ein Drittel eine völlig verschobene Architektur mit Ecken und Kanten.

00:52:17: Da ist nichts im rechten Winkel, mit Terrassen auf jedem Stockwerk einer extremen Begrünung.

00:52:24: Und wir wollten uns nicht damit abfinden dass wir dort wie viele andere Gebäude einfach so ne klassische Stahlglasfassade errichten.

00:52:33: und da kamen uns die Architekten mit ihrer verrückten Idee sehr entgegen, die gesagt haben naja bei uns in Holland da gibt es so ein kleines Unternehmen.

00:52:42: Die heißen Pretty Plastics und die hatten so eine Idee dass sie für eine öffentliche Schwimmhalle, ich glaube das war ein Tofen eine Fassade gesucht haben und gesagt haben wir müssen was Nachhaltiges machen.

00:52:55: Sie haben die Bevölkerung aufgerufen Plastikmüll zu sammeln.

00:53:01: aus diesem Plastikkmüll haben sie in Manufakturarbeit Fassadenschindeln entwickelt, also Plastik geschreddert, gefärbt und wirklich im Spritzkussverfahren gepresst.

00:53:14: Und haben daraus diese Fassaden schindeln gemacht und haben diese Schwimmhalle öffentlich komplett eingekleidet mit diesen Schindeln.

00:53:21: So jetzt muss man wissen dass Baustellen weltweit in etwa für vierzig Prozent des Plastikkmülls erfahreantwortlich sind und ich fand das eine tolle Idee das wir gesagt haben Also mit Müll aus Baustellen, alten Kunststofffenstern, alten Rohren, Isulierungen und so weiter eine Fassade zu machen.

00:53:40: Tolle Idee!

00:53:41: Haben wir uns damit beschäftigt?

00:53:42: Sie sind natürlich sehr schnell an die Wand gefahren weil natürlich keine deutsche Brandschutzzulassung für diese schonen Vorlage.

00:53:50: Komisch!

00:53:51: Wir haben alles durchlebt.

00:53:52: Wir haben sie uns erkämpft.

00:53:53: mittlerweile gemeinsam mit Pretty Plastics und durch verschiedene Kompensationsmaßnahmen dürfen wir sie verbauen.

00:53:59: ein Drittel der Fassades sind rund zwanzigtausend von diesen wahnsinnig schönen, bunten, schaschierenden Schindeln die in einem tollen Farbmuster angelegt werden.

00:54:09: Und zwei Drittel des Hauses sind aus recycelten Glinkersteinen.

00:54:14: Das sind ungefähr sechzigtausend Stück als industriellem Abbruch also alte Lagerhallen weil diese Glinker Steine das sind Vollziegel also ohne Hohlräume vollbrandt.

00:54:24: sie kannst du hier gar nicht mehr kaufen.

00:54:26: und was wird aus diesen Steinen gemacht?

00:54:28: Normalerweise werden sie geschreddert und irgendwo im Straßenbau eingebracht also verschwendet.

00:54:33: Wir kaufen diese Steine.

00:54:34: Die Steine werden gesäubert, also der alte Putz wird abgeschlagen.

00:54:37: Sie werden sortiert auf Palettenfarbig sortiert und wir bekommen eine komplett neue Fassade aus teilweise über hundert Jahre alten Glinkersteine.

00:54:44: Das ist Cradle to Cradle weil diese Steinen kannst du bestimmt noch zehnmal verwenden.

00:54:48: Und die Plastikschindeln haben sozusagen einen Nennübiersmal-Garantie, eine Zusicherung dass du sie acht mal wieder schreitern kannst.

00:55:00: Also ich glaube Das ist eine Blaupause, wo niemand Kretl-to-Kretl erklärt haben will.

00:55:06: Dann erzählen wir es gerne!

00:55:08: Aber ihr wollt's ja gar nicht abrissen reißen weil er die Qualität baut und dass er den nächsten hundert Jahre steht?

00:55:14: Wir reißens mit Sicherheit nicht ab das ist klar aber wir sind ja nicht die letzte Generation hoffentlich.

00:55:22: Ich glaube schon, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Immobilien immer weiter gedacht werden muss.

00:55:26: Dass man Immobilie nicht nur für eine Lebensphase baut.

00:55:30: wenn man Immobilien intelligent baut und Grundrisse zumindestens flexibel baut dann kann man die immer wieder verwenden weil die Materialien sind heute einfach so gut, dass sie mit sich halt nicht in hundert Jahren kaputt sind.

00:55:42: Und es ist auch ein Thema in der Nachhaltigkeiten mit dem wir uns sehr beschäftigen.

00:55:45: Einfach Immobilieren ja auch für die nächsten und übernächste Generationen zu gestalten.

00:55:51: Und da muss man einfach klein die Schritte gehen und natürlich kostet das Geld, also so eine Fassade in einem Monaco, die wäre stark last deutlich billiger aber sie wäre auch wesentlich weniger spannend und es ist einfach ein tolles Haus.

00:56:04: Das Schätzchen?

00:56:05: Es ist ein Schätzchchen weil es so klein ist und weil wir einfach sowas besonderes machen und weil es einfach ganz anders sein wird als die umliegende Bebauung, ohne dass ich dir jetzt irgendwie schlechtreden möchte.

00:56:18: Aber so ein klassisches Bürohaus kennt jeder und natürlich sind... Wir haben dort ein bisschen über viertausend Quadratmeter Gesamtfläche!

00:56:25: Das sind natürlich auch schöne Immobilien.

00:56:26: für so einen Singletonnen der sagt Boah da identifiziere ich mich das schaue ich mein Namen hin.

00:56:34: Ich habe nochmal eine persönliche Frage an dich was war das spannendste Projekt deiner Karriere?

00:56:44: Einzelprojekt glaube ich wirklich das Hetz, weil es so herausfordernd war und weil wir einfach so richtig gelegen sind mit unseren Überlegungen zu dem Zeitpunkt haben.

00:56:57: Wir haben ja nicht gewusst, dass wir uns vielleicht daneben bekommen werden.

00:57:01: Also alles was wir dort reingesteckt haben ist verloren.

00:57:07: Sind unsere Überlegung völlig für die Katze?

00:57:10: Nein!

00:57:10: Das Hetz war sicherlich der spannendste Projekt in dieser Kombination der Situationen auch und das Erfolges, dass das Hetz hinterher hatte.

00:57:21: Auch medial wir haben riesige Press-Eclipping Mappen.

00:57:26: Wir waren zwar mit dem Fernsehen damit, umzählige Veröffentlichungen teilweise weltweit in Architektur Magazinen.

00:57:35: Wir haben mittlerweile den sechsten Architektorpreis dafür bekommen für dieses also Innenarchitekturbreis richtigerweise Best Workspaces und so weiter.

00:57:43: Also es wird gesehen, wie soll ich sagen bewundert, glaube ich darf man sagen?

00:57:50: Und was für uns das Schönste ist dass immer wieder Menschen zu uns kommen und sagen können wir uns das mal anschauen.

00:57:56: Uns schicken Banken ihre Vorstände oder sie kommen vielleicht auch von alleine und sagen, jetzt müssen wir uns mal anschauen.

00:58:01: Wie geht das bei euch?

00:58:02: Und so wie macht ihr denn das?

00:58:04: Das ist für uns toll!

00:58:05: Wir dürfen Vorträge halten auf Design-Tagen wo wir eingeladen werden einfach über dieses Projekt zu berichten.

00:58:12: Ich glaube, dass hast du nicht schnell wieder.

00:58:19: Vielleicht auch nur einmal in deiner beruflichen Karriere, dass ein Objekt so eine Aufmerksamkeit hat Berichterstattungen im Fernsehen darüber entstehen.

00:58:28: Und das ist spannend, es war glaube ich wirklich mein spannendstes Projekt.

00:58:31: Bisher sind wir ja noch nicht ganz am Ende.

00:58:35: Wir haben noch ein paar Flächen die wir ausbauen für Mieter und es ist immer noch ein spannendes Projekt.

00:58:40: Eine Frage noch dazu wer hat die Innenarchitektur gemacht?

00:58:43: Epolyto Flights tatsächlich in Verbindung also einen eigentlichen Stuttgarter Büro dass aber weltweit tätig ist.

00:58:50: Tolle Sachen auch in Singapur und also weltweit tätig sind mit Ausnahme des Restaurants, das wir haben.

00:58:57: Hungry Head heißt es im Übrigen.

00:59:00: Das hat eine ganz nette junge Innenarchitektin gemacht, Svenja Hansen Vom Kim seht, wie früher in leitender Funktion bei Model One war.

00:59:13: Und irgendwann festst du da, das wiederholt sich halt aus beim Model One, sie will jetzt mal was Eigenes machen und die ist ganz radikal in ihrer Architektur.

00:59:20: also das Herz kann man glaube ich schwer im Ton erklären, dass muss man sehen, man muss die Atmosphäre spüren, die es da drin gibt, das macht das Herz aus Die ganzen Pflanzen und was es da drin alles gibt.

00:59:34: Und wenn ja Hansen hat wirklich einen ganz radikalen Ansatz gehabt, in den ganzen Hets gibt's keine einzige weiße Wand also sei denn der Mieter in seiner Fläche.

00:59:41: aber wir haben keine weiße wand Wir haben bunteste Tapeten!

00:59:44: Wir haben schreiende Farben im Restaurant.

00:59:46: das ist einfach ein Gesamtkunstwerk.

00:59:50: Da freue ich mich sehr darauf dass ich dir nachher noch etwas zeigen kann was Ipolito Flights auch für uns und mit uns gemacht hat.

00:59:56: Also bin ein großer Fan wirklich von die Polito Fights.

01:00:01: Man hat ja häufig Berührungsängste, weil man denkt Boah die sind so tätig und international.

01:00:07: Und ich bin ein großer Fan auch von Gunter Fleitz muss ich wirklich sagen.

01:00:12: Ein so toller Mensch und Architekt und so nahbar und für jeden Blödsinn zu haben nie gesagt oh nee das machen wir nicht sondern... Wir waren nicht immer einer Meinung der schon noch seine Ideen aber immer bereit zu diskutieren über Themen um sie dir zu erklären.

01:00:30: Und das muss ich sagen, ist wirklich tolle Zusammenarbeit.

01:00:33: Lieber Andreas!

01:00:35: Die Zeit neigt sich es im Ende zu.

01:00:38: Ich freue mich wenn wir heute Abend noch weiter sprechen bei den Sphäromperspektiven im Showroom.

01:00:43: Vielen vielen Dank.

01:00:45: Tolles Gespräch Super Karriere für dass die nicht geplant war sondern wie du sagtest Du immer glückliche Zufälle und ein Immobilienmann durch und durch.

01:00:55: Vielen Dank dass Du uns die Einblicke geben hast.

01:00:58: Sehr gerne und vielen Dank, dass ich da sein durfte.

01:01:01: Ganz herzlichen Dank!

01:01:03: Danke schön.

01:01:03: Bis zum nächsten Mal.

01:01:13: Tschüss!

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