Melanie Kloth, Leiterin Wohnungsmarkt, NRW.BANK
Shownotes
„Ist das Einfamilienhaus das Problem?“
Mit dieser Frage sind wir in einen der spannendsten Teile meines Gesprächs mit Melanie Kloth von der NRW.BANK eingestiegen.
Ihre Antwort war differenziert: Das Einfamilienhaus wird auch künftig seinen Platz haben – für viele Familien bietet es eine hohe Lebensqualität. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese Wohnform angesichts von Flächenverbrauch, Infrastrukturkosten, Mobilität und demografischem Wandel noch das Leitbild für die Zukunft sein kann.
Genau darüber haben wir gesprochen. Und über viele weitere Themen:
- Warum Quartiere wichtiger sind als einzelne Gebäude.
- Weshalb Kommunen stärker regional zusammenarbeiten müssen.
- Warum Daten und Wissen eine zentrale Grundlage für gute Entscheidungen sind.
- Und warum „Wissen zugänglich machen“ ein entscheidender Hebel ist, um Kommunen bei der Entwicklung lebenswerter Städte und Quartiere zu unterstützen.
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen bei Spherem
00:00:05: Talk,
00:00:06: dem Podcast rund um Immobilien, Bauen und Architektur.
00:00:11: Präsentiert vom Rotonda Business Club – Jung!
00:00:16: Wir freuen uns sehr, dass ihr heute mit dabei seid.
00:00:24: Herzlich Willkommen bei Spherem Talk, den Podcast rundom Bauen, Immobilie und Architektur.
00:00:29: Mein Name ist Natali Bröninger, ich bin vom Rotondah Business Club.
00:00:33: Neben mir jetzt Anna Otto Siebetzeck sitzen von Jung, die ist leider krank.
00:00:37: Von dem ja liebe Grüße von hier aus dem Potter Studio zu Anna gegenüber von mir sitzt.
00:00:43: Jetzt darfst du dich selbst vorstellen?
00:00:45: Melanie Kloth von der NRW Bank!
00:00:48: Super schön dass du da bist lieber Melanie.
00:00:50: ich freue mich sehr.
00:00:51: wir wollen heute sprechen über den Wohnungsmarkt nicht nur über steigende Mieten oder den fehlenden Neubau was wir alles wissen sondern über die Frage wie Städte Kommunen und Regionen eigentlich Zukunft planen und welche Rolle Die NRW Bank dabei spielt.
00:01:05: Wir wollen über Förderprogramme sprechen, Strukturwandel, Quartiere unterschiedliche Wohnformen und warum wohnen eigentlich eine der zentralen gesellschaftlichen Fragen geworden ist?
00:01:17: Du bist Leiterin Wohnungsmarkt- und Strategie im Bereich Wohnraumförderung der NRW bank.
00:01:22: korrekt Expertin für strategische Fragen der Wohnraum Förderungen entnehm ich dein Linkding Profil Speakerinnen und Aufsichtsräten.
00:01:30: Damit wir dich neben dieser Rollen ein bisschen besser kennenlernen können, gibt es eine kleine Schnellfrage-Runde.
00:01:38: Was trinkst du morgens?
00:01:39: Kaffee oder Tee?
00:01:40: Auf jeden Fall Kaffees.
00:01:41: Das hört sich nach mehr als zwei Tassen an!
00:01:44: Das wird im Laufe des Tages werden deutlich mehr als Zwei Tassen.
00:01:48: Frühaufsteherin oder Nachtäule?
00:01:50: Absolut in Nachtäulen.
00:01:53: Wie spät?
00:01:55: Ja, es ist eine Herausforderung da ich noch ein schulpflichtiges Kind hab.
00:01:58: Das heißt wir müssen morgens trotzdem früh raus aber eigentlich ist das überhaupt nicht meine Zeit.
00:02:03: Okay,
00:02:04: d.h.,
00:02:04: du arbeitest dann auch noch spät abends oder bist du einfach wach und entspannt?
00:02:10: Du machst andere Dinge?
00:02:12: Nee, arbeiten nicht mal Feierabend irgendwann, nicht immer Frühjahr, aber dann wirklich feierabends und dann lese ich gerne noch Zeitung oder mache Sport oder plane irgendwelche Ausschlüge.
00:02:25: Was war dein erster Berufswunsch als Kind?
00:02:28: Das ist eine sehr gute Frage, also ganz... Als früher weiß ich es gar nicht mehr.
00:02:32: Als ich dann ein bisschen jugendlicher war schon habe gedacht Archäologie würde mich interessieren
00:02:37: Okay Wie ist das auf den Weg verloren gegangen?
00:02:40: Als ich da ein bisschen näher drüber nachdachte, habe ich gemerkt man sitzt eigentlich nur in irgendwelchen Laboren und Puzzles scherben Und die spannende Feldarbeit so dass was ich mir vorgestellt hab is eigentlich gar nicht die Realität.
00:02:51: und dann habe ich das Attacter gelegt
00:02:54: Okay.
00:02:55: Und machst du jetzt noch irgendwie, gehst du mal wenn du im Urlaub bist auf Entdeckungstour und schaust die alte Gräber an?
00:03:02: Tatsächlich gar
00:03:03: nicht, nein.
00:03:07: Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachtisch, wenn ein Star liegt?
00:03:10: Ja ich habe gestern ein neues angefangen.
00:03:12: das heißt Wenn du niemanden stürmst musst du die Schafe töten oder wenn du es leise machen willst Und das ist eine Familiengeschichte, die in Norddeutschland hinter dem Deich spielt und fängt bei der Urgroßmutter an zum letzten Jahrhundert zu Jahrhundert wendet.
00:03:29: Ich bin ganz gespannt, habe noch nicht so viele Seiten geschafft!
00:03:32: Okay gut ich lese manchmal die Tipps, die mir die Leute geben.
00:03:37: Bei welchem Thema oder bei welcher Tätigkeit verlierst du komplett das Zeitgefühl?
00:03:44: Wissen Sie mich wenn ich beim Sport bin?
00:03:46: Ich gehe total gerne wohl dann... Und da bin ich mal mehr erstaunt, dass der Nachmittag schon um ist oder überhaupt die Zeit, die ich mir gesetzt hatte.
00:03:54: Okay!
00:03:55: Cooler Sport.
00:03:56: Was macht für dich eine Stadt- und ein Ort lebenswert?
00:04:04: Wenn er bunt und grün ist... also Grün, klar muss irgendwie Bäume haben in den Straßen auch neben natürlich Parkes und bunt.
00:04:13: Das war vielfältige Leute unterwegs sind, das unterschiedliche Läden und Cafés da sind, dass es abwechslungsreich ist Und man merkt, dass die anderen Leute auch gerne draußen auf der Straße sind oder sich da aufhalten.
00:04:27: Dann fühle ich mich da wohl.
00:04:29: Du wohnst in Düsseldorf?
00:04:30: Ich wohne in Dseldorf.
00:04:31: Das
00:04:31: entspricht deinem Wunsch also ist es da so wie du wohnest?
00:04:37: Es ist anders als ich mir vorgestellt hatte.
00:04:40: das Leben ist dann einfach so wie es sich ergibt.
00:04:43: aber es war eine bewusste Entscheidung nach DüsselDorf zu ziehen und rundherum bin ich total zufrieden.
00:04:48: Also es gibt wirklich sehr schöne Ecken.
00:04:49: Die Stadt ist vielfältig, bietet alles und hat aber auch Grün.
00:04:55: Ich habe immer gedacht ich werde in Paris wohnen.
00:04:57: Jetzt bin ich hier im Rheinland gelandet.
00:05:01: Welche Entscheidung triffst du meistens aus dem Bauch heraus?
00:05:04: Bauch oder Kopfmensch?
00:05:07: Ich entscheide hoffe sehr schnell vor.
00:05:10: daher bei ganz vielen Sachen bin ich stolper so rein weil ich dann sage ja gute Idee mache ich und dann denke ich hinterher drüber nach.
00:05:17: warum hast jetzt wieder Ja gesagt?
00:05:20: Also eher ja sagen und schnell Dinge zusagen oder kannst du auch nein sagen?
00:05:28: Ich kann auch Nein sagen, aber wenn es Dinge sind wo ich denke das ist interessant hast du noch nie gemacht.
00:05:33: Dann sage ich sehr schnell Ja und hinterher denke ich dann
00:05:36: so wie bei dem Podcast.
00:05:38: Genau,
00:05:42: weil das ist dein erster Podcast heute.
00:05:44: Genau, Premiere!
00:05:45: Und danach kannst du sagen ob es gut war oder nicht und ob du noch weitere aufnimmst.
00:05:53: Was bringt dich im Alltag zuverlässig runter?
00:05:55: Bouldern lesen habe ich schon mitgenommen?
00:05:58: Ja, ich gehe auch gerne paddeln.
00:05:59: Ich finde in der Natur auf dem Wasser sein.
00:06:01: Ich komme ursprünglich aus Kiel von der Ostsee und des Meeres und das Wasser ist wirklich mein Element.
00:06:08: Da bin ich sehr schnell entspannt.
00:06:10: und ansonsten meine Familie
00:06:14: Das schuldpflichtige Kind.
00:06:16: Ja, das ist aber nicht mehr ganz so klein, es ist auch schon fünfzehn und vielleicht ist es eher eine hohe Oase mit der Familie.
00:06:22: Drei Wörter die deine Arbeitsweise beschreiben?
00:06:28: Kooperativ, entscheidungsfreudig und neugierig.
00:06:37: Okay, sehr cool!
00:06:38: Du hast die Schnellfrage rundegemeistert.
00:06:42: Jetzt
00:06:42: wollen wir ein bisschen wissen... Wie bist du zu Stadtentwicklung, wie bist du zudem gekommen was du heute machst?
00:06:49: Nehmt uns mal mit deinem Werdegang.
00:06:52: Ich habe tatsächlich als Jugendliche ein Roman gelesen in dem der Protagonist Stadtplaner war und ich habe gedacht dieses Städtebau und wirklich Pläne zeichnen und umsetzen und entwickeln dass mich das total interessieren würde und hab deswegen Raumplanung studiert aber dann Beim ersten Städtebaulichen in Wurf gemerkt, dass das gar nicht meins ist.
00:07:18: Okay, wieso nicht?
00:07:21: Also das Zeichner war okay aber irgendwie dieses lange drüber nachdenken wie die Häuser stehen sollen und so habe ich gedacht, das sollen andere machen.
00:07:29: also mich hat dann doch mehr interessiert was eigentlich in den Häusern passiert oder wie das gesamte zusammenwirkt.
00:07:39: So diese lange einzelne Pläne diskutieren War nicht meins.
00:07:46: Und jetzt ist Raumplanung aber so breit ja gestreut, dass man damit ganz viele Sachen machen kann und ich bin dann in ein anderes Thema auch reingestäubert wo ich überhaupt gemerkt habe da geht mir das Herz auf und das ist tatsächlich das Wohnen.
00:08:00: Wie wohnt man?
00:08:01: Wer wohnt?
00:08:01: wie können sich alle das leisten was sie eigentlich brauchen?
00:08:06: Wir wohnen wir morgen.
00:08:07: Das hat mich fasziniert und faszineet mich bis heute.
00:08:12: Da habe ich daran entlang gehangelt und das durchaus auf unterschiedlichen Stationen.
00:08:19: Hast du manchmal überlegt, ob du vielleicht lieber Architektur studiert hättest oder?
00:08:25: Nee, das hatte ich tatsächlich ausgeschlossen.
00:08:27: also das war mir vorher schon klar dass das mit dem ganzen Zeicheln und den Kontreten entwerfen, dass es das nicht sein würde.
00:08:32: und bei Städtebauer habe ich eher gedacht, das ist so ein bisschen größer aber.
00:08:35: Ja.
00:08:36: Architektor hat dich ausgeschlossen!
00:08:39: Okay dann hast du das Studium beendet.
00:08:40: und wie ging's dann weiter?
00:08:44: Genau, ich habe dann bei INWIS gearbeitet in Bochum.
00:08:48: Das ist ein Institut für Wohnungs- und Stadtentwicklung oder die Mobilienwirtschaft.
00:08:51: Es sind Forschung und Beratungen.
00:08:53: da hatte ich schon während des Studiums gearbeitet und da hab' ich mich dann im Thema Wohnen auch weiter bewegt.
00:09:01: Kommunberaten zu Handlungskonzepten, Wohnen mit Wohnungsunternehmen, Bewohnerbefragungen gemacht auf Forschung gemacht.
00:09:08: Und daraus ergab sich dann dass ich auch eine zweite Station noch hatte in Duisburg und der Uni, Institut für Politikwissenschaften da auch nochmal Themen wohnen.
00:09:18: Statt Erneuerung, auch in der Lehre machen konnte.
00:09:21: Und ja bin ich von einem ins andere gesteuert mit.
00:09:28: In einem der Projekte ging es einfach mal darum das europäisch zu machen auf Englisch.
00:09:33: Okay.
00:09:33: Und da meine Kollegin das nicht machen wollte damals habe ich wie du mal wieder gesagt
00:09:37: hast.
00:09:38: Mach'
00:09:38: mich das mal!
00:09:38: Da hab ich gedacht oh wer schreibt denn dann die englischen Berichte?
00:09:43: Aber das hat dann irgendwie funktioniert und dann auch mit meinem Mann zusammen den Entschluss reifen lassen, um mal ins Ausland zu wollen.
00:09:51: Und dann sind wir nach Brüssel gezogen.
00:09:54: Mein Mann konnte dafür ein paar Jahre arbeiten und ich habe gedacht, guck was passiert?
00:09:58: Und passiert ist dass ich in der Zeit zwei Kinder bekommen habe.
00:10:01: aber also wir waren fünf Jahre da dann auch bei einem europäischen Städternetz gearbeitet hab die sich zum Thema Verkehr zusammengeschlossen haben.
00:10:10: Das war dann überhaupt gar nicht mit Wohnen, aber Raumplanung bietet ja alle Optionen und da haben wir eine wunderbare Zeit gehabt.
00:10:20: Die europäischen Institution kennen gelernt wie die arbeiten welche Themen da wichtig sind.
00:10:26: Genau.
00:10:28: Ja und dann zurück zum Wohnen.
00:10:31: Wir sind danach Düsseldorf gezogen und ich habe gedacht wo arbeite ich denn jetzt?
00:10:34: Ich hab auch gar nicht ans Wohnen gedacht sondern gedacht ich mache was ganz anderes was ganz Neues.
00:10:40: Aber gut, die alten Netzwerke sind dann schneller und als Mutter zwei kleine Kinder will man auch nicht so weit pendeln.
00:10:47: Und da bin ich in der NRW-Bank gelandet erstmal an der Wohnungsmarktbeobachtung.
00:10:53: Was erst gar nicht meine Idee war.
00:10:55: aber nachdem ich angefangen habe, hab' ich gemerkt doch es ist genau das.
00:10:58: Das Hohen ist mein Thema sich damit zu beschäftigen andere zu beraten, zu helfen wie sich Wohnungsmark entwickelt was man tun kann.
00:11:10: Das gibt mir unheimlich viel Sinn.
00:11:13: Ja, das Thema ist einfach so wichtig und macht mehr Spaß und hat auch immer wieder was Neues
00:11:18: zu bieten.
00:11:19: Wie lange bist du jetzt bei der NRW Bank?
00:11:21: Zwölf, dreizehn Jahre,
00:11:22: würde ich sagen.
00:11:24: Wie muss man sich so einen Tag bei dir vorstellen?
00:11:27: Ich glaube nicht dass er jeden Tag ähnlich ist.
00:11:30: Strukturell ist insofern recht ähnlich, mein Kalender ist voll mit vielen Terminen wenn ich im Büro bin.
00:11:38: ansonsten bin ich auch viel unterwegs.
00:11:42: Also ich kümmere mich ja um Wohnungsmarkt und Strategiethemen.
00:11:44: Das heißt, ich versuche auch viel mit den Akteuren rund um den Markt, mit den Stakeholders im Austausch zu sein oder mitzukriegen.
00:11:52: was bewegt die?
00:11:53: Was tut sich da?
00:11:53: Was sind die Themen?
00:11:55: Dafür bin ich viel auf Veranstaltungen in einzelnen Arbeitskreisen noch mit den Verbänden, mit dem Städten.
00:12:02: Und wenn ich da bin klar... Team von über zehn Leuten, da gibt es auch immer Dinge zu besprechen.
00:12:13: Tja, das sieht aber dann am Ende tatsächlich jeder Tag unterschiedlich aus.
00:12:20: Wie viel Impact hat das was du tust?
00:12:25: Also wenn du sagst, du sprichst viel mit den unterschiedlichen Stick-Holdern Ist das eher Träge oder gibt es auch schnelle Entscheidungen?
00:12:35: Weil ich nehme mich jetzt zwar als jemand, der schnell ja sagt und auch mal schnelle Entscheidung trifft.
00:12:39: Wie ist das für dich so?
00:12:46: Nee da tut sich durchaus was auch recht schnell.
00:12:49: Wir haben Austauschen in verschiedenen Reisen mit den Wohnungsunternehmen oder mit den Kommunen austauschen, so wo man sich gut kennt.
00:12:59: Dann kommen halt auch kritische Themen auf den Tisch und dann gesagt also da läuft es noch nicht so ganz rund und können wir da nicht mal was machen?
00:13:06: Und dann ist schon so dass ich das mitnehme.
00:13:09: meistens bin ich nicht diejenige die das dann umsetzt weil natürlich bei mir ja ganz viele Kollegen sind in der Wohnraumförderung die dann eher an den operativen Themen sind.
00:13:16: aber dass wir dann sagen ja dann lass uns da nochmal justieren wie wir im Prozess machen oder wie wir ein bestimmtes Thema kommunizieren Und dann auch direkt Rückmeldung zu geben, zu den jeweiligen und dann auch was zu bewegen.
00:13:30: Das ist nicht das große Rat, es ist auch nicht ich baue.
00:13:33: Ich bin Architektin und am Ende sehe ich dass da etwas fertig ist.
00:13:36: aber ich merke schon, dass diese vielen kleinen Schritte die Zusammenarbeit verbessern und dazu führt, dass Leute schneller mal zum Telefonhörer greifen und bei meinen Kollegen direkt anrufen wenn irgendwas Unverständnis hervorruft oder nicht ganz rund läuft oder Informationen da sind, die man schneller austauschen soll.
00:13:54: Also solche Sachen dass es geschmeidiger wird das kann ich merken.
00:13:59: Da kriege auch die Rückmeldung.
00:14:01: von daher finde ich das durchaus gewinnbringend und dieser Arbeit auch
00:14:06: was ist wäre so ein erfolgreicher Tag.
00:14:09: also wenn du was muss passieren?
00:14:11: Ich freue mich zum Beispiel wenn mir So jemand wie du zusagt, bei einem Podcast zu kommen.
00:14:16: Dann geh ich abends nach Hause und denk, ach wie schön.
00:14:19: oder irgendwelchen Sprecher den ich schon mal gerne haben wollte.
00:14:22: Was bringt bei dir so Glücksgefühle?
00:14:30: Also wir haben natürlich viele Themen die eben nicht schnell zu bewegen sind wo man das auch schon vorher weiß.
00:14:37: Da gibt es historische Gründe da gibt's ganz unterschiedliche Perspektiven.
00:14:41: Wir arbeiten mit dem Ministerium zusammen natürlich auch eine gewisse Analogik als wir.
00:14:46: Und dann ist es auch klar, dass man nicht erwarten kann, dass die sich schnell klären im eigenen Sinne.
00:14:53: aber wenn wir ein Termin hatten und feststellen okay da ist genau unsere gemeinsame Schnänge und so machen wir das jetzt auch und so geben wir auseinander und setzen das auch um.
00:15:04: Da bin ich auf jeden Fall total glücklich!
00:15:07: Das ist nicht ganz so oft.
00:15:09: an anderen Tagen Kann ich mich aber auch sehr freuen, wenn ich im Austausch bin mit meinen Kolleginnen und Kollegen bei mir im Team.
00:15:17: Wo ich sehe, dass da Themen aufgegriffen werden, dass die Kolleginnen und Kolleginnen eigene Ideen da entwickeln und sagen so.
00:15:25: Und ich will das Thema nächste Woche auch vorstellen in irgendeiner Veranstaltung und sagen, dass es umreizt, dann freue ich mich auch an
00:15:31: mich.
00:15:31: Bist du stolz auf das Tierjahr?
00:15:33: Stolz!
00:15:34: klingt immer so nach Muttergefühle.
00:15:36: Aber ich freu mich, wenn offenbar die Kolleginnen und Kollegen da sind dann den Rahmen so empfinden dass sie das machen sich das zutrauen den Mut haben Dann bin ich da.
00:15:52: super.
00:15:53: Das finde ich super Dass man als Führungskraft genau das hinbekommt um das geht es ja eigentlich.
00:15:59: Das ist mein Ziel Ob das immer so klappt aber Daran arbeite ich und wenn ich den Eindruck habe, dass es gelungen ist, dann freue mich.
00:16:08: Schön!
00:16:09: Stichwort Wohnungsmarktbeobachtung – damit bist du eingestiegen bei der NRW Bank?
00:16:13: Das hat sich in den letzten um jetzt zwölf Jahre da am stärksten verändert.
00:16:20: Ihr habt ja auch so Wohnungsmarkberichte bringt ihr raus.
00:16:23: Ich glaube, der letzte ist noch gar nicht so lange her erschienen.
00:16:26: Genau,
00:16:26: der letzte für ganz NRW ist jetzt vor zwei Monaten glaube ich erschienen.
00:16:32: Das mittlerweile haben wir über dreißig, also die NRW-Bahn und Vorgängerinstitut machen das schon seit über dreizig Jahren.
00:16:41: Als ich eingeschieben bin, glaube ich, das war tatsächlich im Jahr twohntausend vierzehn da war das so eines der ersten Jahre wo NRW auf einmal wieder gewachsen ist.
00:16:52: Wir hatten damals Zuwanderung und die war auf einmal größer als die Abwanderungen.
00:16:56: Und als das Geburtendefizit.
00:16:59: Und es fing so langsam an, dass überall in den Kommunen auch gemerkt wurde... Oh!
00:17:03: Wir haben wieder ein Wohnungsmarkt nach dem jahrelang der Wohnungsmark recht entspannt waren.
00:17:07: Da ist das Thema wieder hoch auf die politische Agenda geschnillt.
00:17:10: Und da ist es tatsächlich immer noch.
00:17:13: Es ist in den letzten Jahren eigentlich... Haben sich mehrere Themen überlagert, die früher vielleicht eher so eine Konjunktur hatten.
00:17:22: Also als ich fertig studiert habe und meinen ersten Job hatte, haben wir erzählt Deutschland wird weniger älter und bunter... Und in Teilen gilt das immer noch.
00:17:35: aber es hat ein paar Jahre Konjunktion da auch mit dem Älter werden und dann war's wieder weg.
00:17:39: Dann war das große Thema Klimaschutz.
00:17:43: so wie kriegen wir das Wohnen klimagerechter hin?
00:17:48: Wir arbeiten da auch dran, um das Wohnen im Alter wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken.
00:17:52: Das passiert bei ganz vielen, merkt man, dass sie das stärker auf den Schirm haben und es ist sicher überlagert, dass wir beides machen müssen.
00:18:00: Wir brauchen mehr Wohnung und trotzdem altersgerechte Wohnung und klimagerecht müssen wir es ja noch machen.
00:18:06: Also wir haben eine sehr hohe Verdichtung gerade.
00:18:10: Ja, verstehe.
00:18:11: Gibt's irgendwas was sich total überrascht hat jetzt in dem neuen Bericht?
00:18:18: Überrasch nicht, aber tatsächlich für mich auch neue Erkenntnisse die wir jetzt gesammelt haben zum Thema Wohnen im Alter.
00:18:26: Wie wohnen denn eigentlich die Alten?
00:18:31: Man wusste immer viele Wohnen halt in ihrem Einfamilienhaus und wollen da vielleicht gar nicht mehr wohnnen weil es gar nicht barrierefrei ist.
00:18:39: Aber viel klarer war es nicht und das ist auch immer noch ein Feld wo es nicht besonders viele Daten gibt.
00:18:45: Wir haben uns halt auch gefragt, was wären denn die Alternativen für diese Haushalte?
00:18:53: Und wenn man individuell überlegt umzuziehen fragt man sich ja immer.
00:18:57: Was zahle ich denn gerade fürs Wohnen und was könnte ich zahlen?
00:19:00: Was wollte ich vielleicht zahlen?
00:19:02: dabei kam raus dass ungefähr die Hälfte der Haushalter in dem nur noch Senioren und Senioren wohnen das die unter fünfhundert Euro im Monat für das Wohnen ausgehen wirklich sehr wenig, wenn man vergleicht was heute.
00:19:17: Wenn man jetzt umziehen will, was man dann zahlen muss und das Gap ist so groß dass es natürlich eben auch die Leute daran hindert, um zu ziehen.
00:19:26: Das ist aber so wenig als wirklich fünfhundert habe ich mich überrascht und glaube die Zahl waren pro Quadratmeter fünf Euro vierundvierzig.
00:19:35: Und das ist halt weit von dem entfernt, was jetzt ein Durchschnittsangebot Miete ist, wenn ich quasi in der Zeitung gucke, weil's gibt ja
00:19:44: Meine Mutter sagt auch, ich glaube, ich muss umziehen.
00:19:46: Ich möchte irgendwie was fürs Alter und barrierefrei aber sie sagt, ich kann mir das nicht leisten wenn ich da jetzt rausgehe wo ich bin.
00:19:52: Und dann bleibt sie in ihrem großen Haus.
00:19:55: und was total ungenutzt ist?
00:19:57: Genau!
00:19:58: Das ist ein ganz großes Thema jetzt und es wird noch größer werden weil der demografische Wandel dazu führt dass wir ja noch mehr Älteren haben werden.
00:20:08: Was macht ihr da seitens der NRW Bank?
00:20:11: Also zum einen Mit der Wohnungsmarkbeobachtung versuchen wir diese Informationen eben aufzubereiten im Wohnungsmarktbericht.
00:20:18: Aber wir haben auch noch konkrete Wohnungsmarkprofile für jede einzelne Kommune, wo die Daten, die man braucht um sich einen Überblick zu verschaffen wirklich schon aufbereitet sind.
00:20:27: und wir haben seit letztem Jahr neu auch digitale Dashboards wo ich diese ganzen Daten sehr, sehr einfach mir unserer Internetseite anschauen kann mit interaktiven Grafikkarten.
00:20:38: Kann ich reinsuchen?
00:20:39: Kann ich raussuchen?
00:20:40: Können wir eine Vergleichskommune suchen und schauen?
00:20:43: wie ist das denn so dass wirklich dieses Wissen auch wie man das Wissen nutzt noch einfacher zugänglich geworden ist Denn in meisten Stadtverwaltungen gibt es durchaus Menschen die das diese Probleme verstehen und kennen, die aber vor Ort eben auch erstmal Aufmerksamkeit dafür bekommen müssen.
00:21:03: Und dafür sind unsere Daten dann wiederum ein Hilfsmittel damit sie vor Ort genutzt werden können.
00:21:10: Wenn wir jetzt gerade bei Senior Living waren quasi als Assert-Klasse... Ich habe einen Post gelesen.
00:21:18: da ging es auch um Azubis und Studierende und Azubi ist bei uns gerade zu Hause.
00:21:22: ein aktuelles Thema.
00:21:23: Der Sohn hat eine Ausbildung angefangen, ist dafür nicht in NRW geblieben.
00:21:27: Weil er wollte in einem Unternehmen was in Freiburg sitzt weil er unbedingt dahin will.
00:21:32: und dann haben wir eine Wohnung gesucht mit einem Azubi Gehalt von tausend Euro Und es gibt keine.
00:21:38: Es gibt nichts.
00:21:39: Da gibt's Studentenwohnen aber auch nicht da wo jetzt seine Ausbildungsstelle ist.
00:21:44: Er ist achtzehnt nur kein Auto.
00:21:46: Wie willst du denn da umzuerne irgendwie mobil sein?
00:21:51: Und es gibt wirklich ein Azubi-Wohnheim, die haben fünf Zimmer.
00:21:56: Wie nehmt ihr das?
00:21:58: Ja genau so!
00:21:59: Das ist eine sehr treffende Beschreibung.
00:22:01: Es gibt Azubibohnheime aber noch sehr wenige.
00:22:07: Es liegt auch daran dass es vielleicht zu den Studierenden, da gibt es ja Studierendwerke, die das als Auftrag haben und sich darum kümmern, diese institutionalisiert und das gibt es eben für Azubis Im Wesentlichen nicht.
00:22:18: Es gibt einzelne, zum Beispiel in München ist eins gegründet worden wo die relevanten Akteure auch zusammenwirken und das dann auch in die Hand nehmen und sich kümmern und dazu wie Wohnheime aufbauen.
00:22:30: aber es gibt insgesamt noch viel zu wenig davon.
00:22:34: was wir aber auch merken ist dass bei den Unternehmen also über den kleineren aber auch bei den größeren das Thema immer präsenter wird weil sie merken dass sie sonst keine Azubis finden und auch keine Fachkräfte.
00:22:45: Und tatsächlich das Thema mitarbeitenden Wohnen, wohnend für Beschäftigte da auch wieder ein stärkeres Aufmerksamkeit bekommt.
00:22:55: Es sind immer viele Unternehmen sagen ich bräuchte das aber ich bin selber nicht in der Baubranche oder ich habe auch keine Flächen ist es für mich schwierig.
00:23:03: Aber zumindest das Interesse steigt daran und von daher glaube ich, da wird in den nächsten Jahren noch mehr kommen weil der Fachkräftemangel wird das einfach noch pushen als Thema.
00:23:14: Ja muss es, ne?
00:23:15: Und wie gesagt die Jungen sind so flexibel wie mein Sohn dass er sagt ja Freiburg da ist die Firma da will ich hin und ist ja toll dass er dieses diese Motivation in sich drin hat und das unbedingt machen möchte.
00:23:28: aber ohne unsere Unterstützung würde nicht funktionieren.
00:23:30: Das kann's ja auch nicht sein.
00:23:32: Genau das würde nicht funktioniert.
00:23:35: Es ist ja so in den Nordrhein-Westfalen.
00:23:36: also wir fördern ja studierende Wohnheime seit der NRW Bank auch Azubi-Wohnheime.
00:23:43: Aber wie gesagt, da fehlen noch die Träger, die das machen und eine Erkenntnis, die ich neulich auf einer Veranstaltung vom Bundesbau Ministerium gewonnen habe – die Aufversuchung dieses Thema voranzubringen ist dass nicht nur für Azubis, die unter achtzehn sind….
00:23:58: Da ist es halt schwierig, Wohnheime zu bauen weil dann hat man halt dieses Betreuungsthema noch und hat ganz andere gesetzliche Grundlage und das schreckt auch viele Träge ab.
00:24:06: aber die Erkenntniss war Auch Azubis, die über achtzehn sind.
00:24:11: Wo ich das formal nicht habe.
00:24:12: Das funktioniert eigentlich ohne irgendeine Form von Betreuungsangeboden.
00:24:16: Funktioniert das in den wenigsten Fällen?
00:24:20: Weil genau wie Studierende sind diese Menschen eben noch jung.
00:24:25: Sind zwar erwachsen aber eben vieles ist noch neu.
00:24:28: und jetzt prasselt eine neue Stadt auf mich ein aus dem Bilderesplatz.
00:24:32: Neuleutig muss mich um alles kümmern.
00:24:36: Ja, das ist total schwierig.
00:24:37: Auch noch mit knappem Geld.
00:24:39: und dass viele dann eben auch eine Ausbildung wieder abbrechen.
00:24:43: Das haben auch die Kollegen aus München berichtet.
00:24:45: Und in dem Moment wo sie da einen Ansprechpartner installiert haben... Da ist vielleicht ne Sprechstunde von der Sozialarbeit irgendwie zwei Stunden die Woche.
00:24:54: Aber allein das reicht schon, dass ich mich da mal hinwenden kann, dass es da ein Angebot gibt und ich nicht ganz alleine vor diesem Thema stehe.
00:25:02: Also durchgängig die ganze Praxiserfahrung, die haben alle gesagt auf jeden Fall muss man irgendwie dafür sorgen, dass es auch so eine Betreuung, so ein Angebot gibt.
00:25:12: Ja ja total!
00:25:13: Der ist auch völlig auf sich allein gestellt.
00:25:16: Genau und da hat er euch aber eben weit weg.
00:25:20: mit jedem Problem will man dann auch nicht mehr zu den Eltern kommen wenn man eigentlich aus dem Haus ist.
00:25:27: mal die ein Euro nodeln, die schmecken echt nicht so gut.
00:25:29: Also die für zwei Euro sind besser.
00:25:33: Aber du siehst da auch quasi die Verantwortung bei den Unternehmen?
00:25:38: Auch was das Thema Werkswohnen angeht.
00:25:41: Ich sehe die bei den Unternehmens.
00:25:43: Die werden sich kümmern müssen aus eigenem Interesse heraus.
00:25:49: Ich seh die aber auch bei den Städten weil letztendlich ist dass ein ganz wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung, für die Daseinsvorsorge vor Ort Wirtschaftsförderung.
00:26:00: Und es gibt viele kleinere Unternehmen, die durchaus bereit sind sich auf so einem Projekt einzulassen.
00:26:07: wenn es jemanden gibt der sagt ich baue hier einen Haus mit zwanzig Wohnungen für Azubis und du kannst quasi eine Wohnung davon belegen mit deinem Azubi und dafür zahlst du natürlich beteiligt sich finanziell aber das man entlastet ist von der Organisation der Verwaltung.
00:26:22: Und ich glaube, da können die Kommunen vielleicht auch in Kooperation mit den Handwerkskammern, mit den Industrie- und Handelskammern so das gemeinsam versuchen diese Organisationsform auf dem Weg zu bringen damit für jeden das Risiko und die Belastung ein bisschen geringer wird.
00:26:38: Okay.
00:26:40: Azubi wohnen als erste Klasse in Anführungszeichen für klassische Projektentwicklung und klassische Immobilienwirtschaft?
00:26:46: Ist das ein Thema?
00:26:51: Habe ich noch nicht gehört.
00:26:54: Ich glaube, das zum A. Das mit der Betreuung davon sind die recht weit weg und auch die Preise sind glaub ich nicht das was man braucht.
00:27:00: wir sehen beim Studierenden Wohnen da gibt es natürlich dass als Essigklasse da jetzt Investoren Die Angebote sind aber meistens doch recht hochpreisig.
00:27:09: Ja so bei den Studieren gibt's einfach viel mehr.
00:27:12: Da gibt es immer welche die sich das irgendwie leisten können oder müssen.
00:27:18: Ich glaube bei denen dazu ist sie Der mag dann noch kleiner Lohnt.
00:27:25: Ein weiteres Thema bei dir ist auch die Kooperation von den Kommunen, habe ich so wahrgenommen?
00:27:31: Hast du manchmal den Eindruck das der Wohnungsmarkt an der Stadtgrenze endet oder setzt ihr genau da an dass es eben nicht so ist?
00:27:39: Ich glaube, dass die meisten in Wirklichkeit wissen, dass es nicht an der Stadtränze endete.
00:27:43: Das Wissen ist das
00:27:44: eine!
00:27:45: Genau also wir haben vor ein paar Jahren auch mal Wohnungsmarktregionen definiert und zwar danach wie Menschen umziehen, nach dem Umzugsverhalten.
00:27:56: Okay?
00:27:57: Man sagt okay jemand der vielleicht eigentlich in Düsseldorf wohnen will findet da nichts das aus welchen Gründen auch immer nicht das passende oder nicht vom Preis und zieht ins Umland und aus diesen Daten zu sagen ok bis wohin sind dann Menschen bereit zu ziehen?
00:28:11: um so sagen wir ja dass ist eigentlich der Suchraum.
00:28:13: von daher ist es eine Wohnungsmarktregion.
00:28:17: Das haben wir dann auch intensiv diskutiert mit den Kommunen, die bei uns auch kommunale Wohnungsmarktbeobachtungen machen.
00:28:25: Und der versucht dann diesen Blick was passiert denn in den anderen Gemeinden, die auch mit zu meinem Wohnungsmark gehören das auch mit dem Blick zu nehmen?
00:28:35: Jetzt gibt es diese Daten nicht mehr in der Form mit den Umzugstaten so dass wir das auch nicht mehr aktualisiert haben.
00:28:41: aber natürlich ist das ein ganz wichtiges Thema gerade für die größeren Städte mit ihrem Ohnland sich damit zu befassen.
00:28:49: Es ist allerdings auch sehr schwierig, weil man natürlich auch Konkurrenzen hat.
00:28:54: Man hat jeweils in einer Stadt auch eine eigene Logik innerhalb der Verwaltung, innerhalb der Politik.
00:29:00: und wenn ich gemeinsam darüber rede wir müssen über den Wohnungsbedarf in unserer Region decken.
00:29:06: Da komme ich ja immer an den Punkt und sage Wir bräuchten jetzt noch Sohn zu viel Wohnung im Geschoss Wohnungsbau bezahlbar vielleicht auch öffentlich gefördert Und dann erleben wir halt immer noch sehr viel dass das dann auch nicht jeder bei sich haben will.
00:29:21: Wir haben hier eher so eine Tradition von Einfamilienhäusern und eher flacher, da passen jetzt mehr Familienhäuser auch nicht so hin.
00:29:29: Das gibt nicht mehr so viele Stimmen die zu reden.
00:29:32: aber der Gedanke na klar also wie verteile ich das?
00:29:37: Wer soll wo wohnen?
00:29:38: Wer trägt die Kosten auf für Folgeinfrastruktur?
00:29:41: Das ist natürlich ein Konkurrenz zwischen den Kunden.
00:29:46: Das heißt, die sagt dann warum sollen wir das machen?
00:29:48: Das könnte doch unsere Nachbarkommune übernehmen.
00:29:50: Die haben noch da vielleicht auch Platz für...
00:29:52: Genau!
00:29:53: Die haben doch schon.
00:29:54: oder selbst wenn die Verwaltung sagt naja wer handelt das fair aus?
00:29:58: Dann ist es ja immer noch eine politische Entscheidung der die kommunale Planungshochheit.
00:30:01: also was mache ich mit der Fläche die ich jetzt zu bewahren habe?
00:30:04: und von daher sind aber sehr viele Beteiligte und sehr viele Prozesse das
00:30:09: ist
00:30:10: schon sehr schwer Passiert.
00:30:12: aber und es gibt ja auch Beispiele, wo sich Kommunen zusammen schließen und gemeinsam versuchen einen Wohnungsunternehmen zu gründen.
00:30:19: Wo sich alle beteiligen das finanziell aufzustämmen und dann eben auch zu schauen dass das wohnungsunternehmt dann auch da in den beteiligten Gemeinden neben Wohnung auch erstellt.
00:30:31: Ich wollte sagen hast du positive Beispiele also konkrete Beispielle dir auch nennen kannst die so die einfallen?
00:30:36: Genau, also in Münster und Umland sind gerade eine ganze Reihe von Kommunen dabei das zu machen.
00:30:45: Es gibt ja auch schon kreiseweite Wohnungsunternehmen wie Kreis Neues zum Beispiel und dann dort noch weitere Kommunen die überlegen es gemeinsam zu machen und es gibt Beispiele angefangen haben und erfolgreich sind, die sich dann auch schon in der Gründung erstmal darauf verständigen.
00:31:04: Was sind die ersten Bauprojekte?
00:31:05: So dass klar ist da kriegt auch erst mal jede Gemeinde dann was und ich glaube wenn man erstmal so ein Instrument am Laufen hat, dann lässt sich das auch weiter gut nutzen und gestalten.
00:31:18: Okay!
00:31:19: Und wie sieht denn eure Rolle in so einem Konglaumrat konkret
00:31:25: aus?
00:31:25: Vorläufer im Münster-Umland war, dass man einen ersten gemeinsamen Wohnungsmarktbericht auch gemacht hat für die Region.
00:31:32: Und damals haben wir ganz konkret beraten welche Daten braucht man da?
00:31:36: Welche Indikatoren?
00:31:37: Wo kommt das her?
00:31:38: wie oft sollte man das machen?
00:31:39: Wie interpretiert man das?
00:31:41: und da bieten wir so ganz direkte Hilfe an das auch zu machen.
00:31:47: Als dann Überlegung gab es auch ein Wohnungsunternehmen zu gründen da und auch anderswo Sind dann auch unsere Kollegen die öffentliche Wohnraumförderung beraten.
00:31:58: Die sind dann auch mit eingestiegen, weil natürlich bei kommunalen Wohnungsbauprojekten geht es ja immer um öffentlich geförderten zahlbaren Wohnraum und dann spielt eine Rolle wie ist die Förderung ausgestaltet?
00:32:12: Wie rechnet sich das?
00:32:12: Wie viel Eigenkapital muss ich da einbringen damit sich das rechnet?
00:32:17: Also da haben die Kollegen ganz konkret beraten Und was wir dann aber auch noch machen, haben wir an der Stelle auch gemacht ist dass wir eine Veranstaltung bei uns im Haus gemacht haben mit dem Verband der Wohnungswirtschaft zusammen, die da vertreten sind.
00:32:30: Mit den Kommunen und haben anhand der Beispiele, die es schon gab gelernt, was läuft?
00:32:35: Was sind schwierige Fragen und sind dann auch eine Austauschplattform für die, die sich mit diesem Thema beschäftigen wollen.
00:32:45: Okay.
00:32:47: Was müsste passieren damit Wunsch schneller passiert.
00:32:54: Das ist die große Frage derzeit, ich glaube eine Sache ist ja tatsächlich richtig was lange dauert?
00:33:02: Ist der Planungsprozess im Planungs-Prozess müssen eben auf viele Interessen abgewogen werden.
00:33:09: als Raumplaner und sage ich das hat auch seine völlig Berechtigung.
00:33:13: wir haben in den Städten und auch sonst haben wir begrenzte Flächen und wir müssen uns gut überlegen was wir damit tun.
00:33:18: es gibt aber eine große Konkurrenz um diese Flächen von daher haben.
00:33:22: Diese Abwägung der Interessen hat eine total große Berechtigung, es gibt aber immer wieder Fälle wo das einfach sich verhakt und zu lange dauert und wo eigentlich die Stadt und auch ja die Stakeholder schon das gemeinsame Interesse daran haben Wohnungsbau zu machen.
00:33:41: Und ich glaube dieses Städte die da so einen klaren Blick drauf haben werden auch diesen Bauturbo, der hier eigentlich ein Planungsturbo ist gut nutzen um an solchen Stellen auch Planungs- und Benehmigungsverfahren zu beschleunigen.
00:33:54: Das ist also auf jeden Fall Schritt eins, ich glaube der Bau dauert manchmal lange könnte ein bisschen schneller sein das ist aber glaube ich für die Schnelligkeit nicht der große Faktor.
00:34:06: ob das jetzt achtzehn oder vierundzwanzig Monate dauert bis das Haus fertig ist es wird nicht den ganz großen Unterschied machen.
00:34:14: für die Frage haben wir ausreichend Wohnung?
00:34:16: Ich glaube spannender ist da die frage zu welchem Preis kriegen wir das hin?
00:34:20: Weil die Baukosten sind einfach derzeit sehr hoch und wir kommen dann raus bei Quadratmetermieten, achtzehn Euro plus.
00:34:28: Das ist für viele nicht mehr das bezahlbare Segnant.
00:34:31: Und das ist glaube ich da die entscheidendere Frage.
00:34:33: Okay.
00:34:38: Wohnen wir?
00:34:40: Weil wir ja vorher überlegt haben mit dem Umziehen und könnte man sich irgendwie umschichten?
00:34:46: also wie müsste wohn funktionieren in dein ideal Bild?
00:34:52: Also, wo sind wir zu festgefahren in unserer Wohnart?
00:34:55: Ich dachte immer ja ich muss in meiner Einfamilien-Siedlung wohnen.
00:34:58: Das war für mich einfach so gesetzt weil ich so groß geworden bin.
00:35:02: Können wir da irgendwie vielleicht umdenken?
00:35:05: Ja das ist eine gute Frage!
00:35:07: Ich glaube es ist mit die wichtigste Frage, weil so wie die Nachfrage derzeit ist also wir haben ja genug Wohnfläche in Deutschland.
00:35:14: Die ist nur räumlich nicht da, wo wir sie brauchen und sie wird eben nicht in der Form genutzt, wie es vielleicht jetzt effizient wäre.
00:35:22: Also ist ja schon die Frage, wie kriegen wir da wieder Bewegung rein.
00:35:25: Und... Wir sind in Deutschland schon kulturell und mental sehr auf entweder ein Familienhaus festgelegt.
00:35:37: und aber auch ich baue das oder ich kaufe das?
00:35:42: Das muss dann eine gewisse Qualität haben, man zieht da ein und dann bleibe ich da auch!
00:35:46: Und das ist ja in anderen Ländern komplett unterschiedlich.
00:35:49: also da Ich bin mir bereit, auch was Kleines zu kaufen.
00:35:52: Was vielleicht nicht die Qualität hat, die man sich jetzt wünscht, aber das erst mal okay ist und dann sieht man im Laufe der Jahre öfter wieder um.
00:35:59: Und es hat den Vorteil, dass man irgendwann auch wieder bereit ist, um zu ziehen, um sich wieder zu verkleinern wenn einfach die Familie gar nicht mehr so groß ist.
00:36:07: Da sind wir kulturell ganz unterschiedlich aufgestellt.
00:36:11: Weil... Wir schon auch merken, dass die Dietselter werden wenn die Rente in Sicht kommt, dass die mir viel mehr drüber nachdenken wie sie wohnen wollen.
00:36:24: Das fand ich war eine Generation davor überhaupt noch nicht der Fall.
00:36:29: Da war klar, wieso?
00:36:30: Ich wohne doch hier und hier wohne ich bis zum Ende.
00:36:32: Und da ist schon viel mehr Bewegung drin das man bereit ist auch um zu ziehen.
00:36:37: Auch weil man sich das Leben ja einfach machen kann.
00:36:39: was soll ich das blöde Dachgeschoss da oben haben wo ich die Treppe gar nicht mehr hochkomme.
00:36:44: Jetzt sind wir an dem Problem, dass es dann aber das Angebot auf den Markt gar nicht gibt, was man sich vorstellt.
00:36:51: Also wenn ich dann umziehe will ich eine altersgerechte Wohnung haben.
00:36:54: die soll vom Preis eigentlich nicht teurer sein als das ich vorher hatte und da muss mal gucken ob das eine realistische Vorstellung ist aber das natürlich sehr wünscht und es soll von Komfort halt eigentlich noch besser sein als dass was ich vorher hat.
00:37:10: Und wir haben einfach viel zu geringes Angebot an barrierefreien Wohnungen tatsächlich Und die Preise sind inzwischen dafür, dass was angeboten wird.
00:37:20: Viel viel höher ist das, was ich vielleicht vorher als Mietwohnung oder im Eigentum habe und deswegen sind viele Umzugsideen dann an der Stelle auch schon wieder zu Ende.
00:37:33: Ja weil ... Ich glaube es ist echt in den Köpfen drin.
00:37:36: Der geht dann von mir aus und denke ja, das ist gesetzt aber das Leben ändert sich ja auch dauernd so extrem.
00:37:43: Wieso denkt man dann, dass die Wohnsituation nicht ändern kann.
00:37:50: Das ist ja auch faszinierend, wenn man auf das eigene Leben guckt.
00:37:52: Die meisten sind ja irgendwie bei den Eltern aufgewachsen dann irgendwann ausgezogen und da irgendwann vielleicht als Familie zieht man dann in ein Reihenhaus oder eine Eigenungswohnung und denkt, dass es dabei ist eigentlich die Phase wo die Kinder bei einem wohnen?
00:38:10: Vielleicht zwanzig Jahre, vielleicht weniger ein bisschen mehr Das ist ja vom eigener Leben der geringste Teil.
00:38:16: Und trotzdem definiert genau diese Phase, definiert uns beim Wohnen aber auch generell von den
00:38:23: Lebens...
00:38:24: Wer bin ich eigentlich so?
00:38:25: Das ist schon interessant und ich glaube dass da durchaus Bewegungsbaus reinkommt weil viele Menschen in meinem Umfeld nämlich das war die dann nur um fünfzig-fünfzig Kinder sind langsam so weit sich tatsächlich auch nochmal fragen was will ich denn eigentlich machen?
00:38:40: Und dann gehört eben auch, wie will ich leben dazu?
00:38:43: Ja.
00:38:43: Das war früher glaube ich auch nicht so, sondern irgendwie war man dann halt...
00:38:48: Du meinst vielleicht sehe ich doch nochmal irgendwann nach Paris.
00:38:52: Ja!
00:38:52: Ich würde sagen, sag niemals ließ das Zimmer gut noch mal was ausprobieren.
00:38:55: Du musst ja das Haus noch nicht verkaufen oder die Wohnung kannst du dir in die Hintertür offen halten.
00:39:02: Aber das ist echt diese Phase definiert ein total, obwohl es ja nur nur zwanzig Jahre sind.
00:39:10: Und man lebt auch auf diese Phase ja hin.
00:39:12: Also das ist schon die Zeit davor, ja auch schon?
00:39:15: Das ist ja schon total geprägt so, das stimmt.
00:39:18: Obwohl ja viele entweder gar keine Kinder bekommen also auch gewollt nicht bekommen oder sich das Leben so anders entwickelt irgendwie.
00:39:30: und trotzdem ist es immer noch von den Eltern, dass man so vorgeprägt, dass der Normalfall sei.
00:39:37: Ja.
00:39:37: Es ist eine schöne Phase im Leben Scheiße, ist hier irgendwann auch zu Ende.
00:39:41: So
00:39:41: eine.
00:39:42: meinst du denn dass die nachfangen Generationen mit dem Thema Wohnen anders umgehen als wir jetzt?
00:39:48: Find ich ganz schwierig.
00:39:49: man denkt das immer und dann gibt es immer wieder so alle paar Jahre gibt's eine große Befragung von irgendeiner Uni oder Forschungsinstitut.
00:39:55: die fragen dann mal die Jüngeren wie wollt ihr den Boden was sagen sie alle im Einfamilienhaus tatsächlich mit Garten rum wo ich herum laufen kann.
00:40:03: das ist nach wie vor der Traum dass man so leben möchte.
00:40:07: Und natürlich klar, du hast es ja auch gesagt wie man selber aufwächst das prägt ein und das ist dann so ein Idealbild und irgendwie dieses Abgleichen mit der Realität.
00:40:18: wo wohne ich denn eigentlich?
00:40:20: Wo arbeite ich?
00:40:21: Wo bin ich eigentlich?
00:40:21: Ist das eine Großstadt?
00:40:22: Ist es eher was Kleines?
00:40:24: Das kommt ja erst später.
00:40:28: Wie siehst Du denn das Einfamilienhaus?
00:40:32: also wirds bestand haben.
00:40:34: Es wird auf jeden Fall Bestand haben.
00:40:35: Das hat ja eine hohe Lebensqualität, das hat für Familien ganz viele Vorteile.
00:40:43: von daher wird es bestandt haben und wir werden also gleichzeitig nennst du ja mal.
00:40:51: die Frage ist, dass ein Familienhaus das Problem?
00:40:55: Es hat halt viele Nachteile für uns als Gesellschaft weil es viel Fläche braucht, weil es in der Regel von einer städtebäuerlichen Struktur so steht, Am Ende doch ein Auto braucht, dass das mit der Infrastrukturversorgung vor Ort nicht so gut ist.
00:41:10: Und ich persönlich glaube, dass es einfach für viele ältere Menschen gar nicht die Wohnqualität oder Lebensqualität mehr bietet, die sie haben können und deswegen sozusagen... Hat das was?
00:41:25: Aber ich glaube, es ist eigentlich von der Lebensphase total gut.
00:41:27: Ja!
00:41:29: In anderen Lebensphasen ist es eigentlich gar keine optimale Lösung für viele.
00:41:33: Total!
00:41:34: Meine Mutter fährt so ein Schattelbus in dem Dorf, wo sie wohnt und fährt dann quasi die Straßen ab und sammelt dann die Senioren ein.
00:41:40: Und fährt die dann zum Markt und sowas?
00:41:43: Ja,
00:41:43: total toll!
00:41:44: Aber sowas braucht es dann wenn jeder in seinem ... sowas weit entfernt wohnt oder auf einem Dorf und so?
00:41:50: Genau, sowas brauchen das.
00:41:52: Das hängt ja auch also dass das andere Thema was kommt, wenn man übers Alter redet... Es ist ja da nicht nur das Wohnen, sondern irgendwann auch die Fliege.
00:42:02: stehen wir glaube ich in der Diskussion immer noch recht am Anfang, jeder hat so seine Vorstellung.
00:42:06: Ich möchte auf jeden Fall zu Hause bleiben bei der Wohnung und man soll halt ein Pflegedienst kommen wenn es nicht anders geht.
00:42:13: Und auch da ist ja gleichzeitig dass wir schon jetzt nicht genug Fachkräfte haben die diese Pflege machen.
00:42:20: Wenn wir auf die demografische Entwicklung gucken werden wir demnächst noch mehr Ältere haben die potenzielle Pflege brauchen weniger jüngere die die pflege geben so eine Struktur auf dem Dorf, alles ein Familienhäuser.
00:42:32: Wenn ich da einen ambulanten Pflegedienst habe dann verbringen, in der Regel die Frauen, die da arbeiten.
00:42:38: Ein großen Teil des Tages im Auto weil sie von einem zum nächsten fahren.
00:42:42: Wenn wir jetzt aber zu wenig Pflegekräfte haben ist es dann effizient dass die so viel Auto fahren?
00:42:48: also ich finde auch solche Themen die man individuell ganz anders beantworten würde als Gesellschaft.
00:42:56: Aber da müssen wir glaube ich in die Auseinandersetzung kommen und noch überlegen, was da wirklich die Antworten sein können.
00:43:04: Ja total spannend, was du sagst, dass man individuell eine andere Antwort hat als jetzt die Gesellschaft an sich.
00:43:10: und deswegen war ich erstaunt, dass meine Mutter sagt, ich glaube, ich müsste umziehen.
00:43:13: Das ist nicht so, was Du willst aus dem Haus raus?
00:43:18: Wenn Du drei Dinge im System ändern könntest, das ist so ne typische Frage, würd Dir da was dabei einfallen?
00:43:26: Im Systemwohnungs.
00:43:28: Macht im Wohnungsbau?
00:43:30: Also wenn ich jetzt ganz radikal wäre, fange ich mal beim Boden an.
00:43:37: Ohne Boden kein Wohnungsbauch.
00:43:39: Bodenpreise steigen.
00:43:41: Boden ist eines der ganz wenigen Güter die so knapp sind dass man sie eben nicht vermehren kann.
00:43:45: deswegen bei mehr Nachfrage der Preise unendlich steigt.
00:43:49: Die Städte die es geschafft haben einen Zugriff auf den Boden zu haben dem Boden als Eigentum zu haben im Erpacht zu vergeben oder nur dann Baurechts auch zu schaffen, wenn klargestellt ist dass dort bezahlbares Wohnen geschieht.
00:44:04: Die haben einen enormen Vorteil.
00:44:05: was die Wohnung um versuchen kann geht also.
00:44:08: ich glaube da müssen wir mehr hin.
00:44:10: Da müssen wir kein Systemwechsel für haben.
00:44:13: aber die Kommunen sollten da mehr aktiv werden und auch in die Lage versetzt werden.
00:44:19: dafür brauchen sie natürlich auch Mittel Grundstücke zu erwerben.
00:44:22: Aber das wäre der erste Schritt.
00:44:24: Und ich glaube, das zweite ist dass wir überlegen müssen wie können wir denn günstiger bauen.
00:44:30: Da gibt es auch viele Diskussionen gerade und ich glaube das ist unabdingbar, dass wir uns da ehrlich machen und sagen Wie kann Gutes aber günstigeres Wohnen tatsächlich aussehen?
00:44:41: Das ist weniger glaube ich, dass das in der Branche nicht verstanden ist sondern dass wir als Gesellschaft auch noch eine Akzeptanz wieder für haben müssen.
00:44:51: gefühlt einfacher auch aussehen.
00:44:53: Weil eine Steckdose weniger da ist oder die Decke ein bisschen dünner ist, aber dass das alles Dinge sind mit denen man auch gut wohnen und leben kann.
00:45:03: Total.
00:45:04: dritter
00:45:06: Punkt.
00:45:08: Wir sollten mehr Augenmerk legen auf gemeinschaftliche Wohnformen und gemeinschaftlichen Wohnbau-Träger.
00:45:20: Also Genossenschaften Total super.
00:45:22: Da wird es gemeinschaftlich, da ist sichergestellt das Wohnenaufdauer günstig bleibt dass ich da auch wohn kann ohne dass mir jemand per Eigenbedarf kündigt.
00:45:33: daneben aber eben wirklich gemeinschaftliche Wohnprojekte die sich zusammentun wo ganz unterschiedliche Menschen häufig zusammenkommen die häufig einen sehr hohen Anspruch haben an Integration, Teilhabe was bewegen wollen gemeinschaftlich.
00:45:49: Ich glaube dass wir da noch ein ganz großes Potenzial auch haben wie solche Wohnhäuser nachher in das Quartier einwirken.
00:45:59: also da gibt es gerade bei so gemeinschaftlichen Projekten ganz viele die dann einen Gemeinschaftsraum haben wo nicht nur etwas für die eigentlichen Bewohner und Bewohnerinnen stattfindet sondern auch für die Nachbarschaft.
00:46:10: Das ist noch ein Potential was wir echt ausschöpfen können.
00:46:13: Das
00:46:13: ist so eine Entwicklung, die dir Hoffnung macht.
00:46:17: Die macht mir durchaus Hoffnung!
00:46:18: Also wir als NRW-Bang sind Mitglied im Netzwerk Immophilien.
00:46:25: Das sind
00:46:26: Immobilien von vielen für viele.
00:46:30: Das ist nicht nur im Bereich Wohnen aber beim Wohnen ist es eben auch.
00:46:33: Es gehört uns gemeinsam, aber wir nutzen es auch gemeinsam für viele und mit dem Anspruch das wird da auch was... ... in das Quartier, die Nachbarschaft hinein stiften.
00:46:44: Und wenn ich da unterwegs bin in diesem Netzwerk sehe... ...dass es ganz viele Initiativen gibt, die sich aus unterschiedlichen Gründen zusammenschließen um... ...zuritte Orte zu schaffen, öffentliche Orte aus einem alten Feuerwerkhaus irgendwie einen Bürgersaal zu machen mit erweitertem Angebot.
00:47:05: Werkstätten, die man gemeinsam nutzen kann und wo dann ganz tolle Orte entstehen.
00:47:09: Wo man sich gerne auffällt und
00:47:11: die
00:47:12: vielleicht auch noch einen Nachbarschaftsladen haben, wo es vorher auf dem Dorf gar nichts mehr gab als Infrastruktur.
00:47:17: Also da ist viel zivil gesellschaftliches Potenzial was wir gerade da, wo uns die Infrastruktur wegbrechen, wo unsere kommunalen Finanzen Schwierigkeiten machen einfach stärker nutzen könnten.
00:47:29: Super!
00:47:29: Man merkt total wie begeistert du beim Thema Wohnen bist?
00:47:34: Letzte Frage.
00:47:35: Wie würdest du im Alter gerne wohnen?
00:47:37: Bestellst du dir das so vor, wenn du jetzt gesund und munter bist?
00:47:43: Der eine Sohn ist ausgezogen der andere geht noch zur Schule Und ich habe tatsächlich meinen Mann auch schon mehrfach mit dem Thema konfrontiert.
00:47:51: Aber gesagt lass uns doch jetzt schon mal Mitglied werden einer Genossenschaft Die bestände hat in Lagen von Düsseldorf wo wir uns gut vorstellen könnten zu wohn.
00:48:01: Und dann würde ich da gerne in einer Wissenschaftswohnung wohnen, weil... Da habe ich ein sicheres Umfeld und wenn keine Ahnung die Heizung kaputt ist, rufe ich einfach die Genossenschaft an.
00:48:13: Das kümmert sich jemand.
00:48:15: Das finde ich nämlich bei uns.
00:48:16: Wir haben auch Eigentum und ständig ist irgendwas kaputt.
00:48:19: man muss sich selber kümmern.
00:48:21: Jetzt ist es lästig aber man kann das machen.
00:48:23: Aber ich stehe mir vor, wenn ich da neunzig bin.
00:48:27: Dann ist das total anstrengend.
00:48:28: Wer weiß, wo die Jungs dann sind und ob sie Lust haben, ständig vorbeizukommen oder den alten Herrschaften da irgendwas zu regeln?
00:48:35: Also ich finde es ein total komfortabler Vorstellung in einer Gemeinschaft zu wohnen, wo man sich darauf verlassen kann, dass die sich um einen auch kümmern.
00:48:45: Total schöne Vorstellungen.
00:48:47: Ja ja mein Sohn muss immer zur Oma zum Rasenmähen.
00:48:51: Alleine auf dem großen Aufsitzrasenmäher!
00:48:58: Vielen, vielen Dank für das Gespräch.
00:49:00: Es hat mir großen Spaß gemacht.
00:49:02: Ich hoffe die auch ein bisschen.
00:49:03: Er ist so Podcast und ...
00:49:05: Ja es hat total Spaß gemacht!
00:49:07: Vielen Dank für die Einladung und wahrscheinlich würde ich wieder ja sagen.
00:49:10: Ja was
00:49:10: gesagt?
00:49:11: Sie würde wieder ja wenn sie jemand fragt von dem her.
00:49:14: Vielen Dank fürs Zuhören und vielen Dank fürs Mitsprechen bis zum nächsten Mal.
00:49:19: Ciao!
00:49:27: von Rotterner Business Club und Jürgen.
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