Stefanie Lütteke, Partnerin, Drees & Sommer

Shownotes

"Ich bin meistens sehr klar und direkt." Mit dieser Haltung ist Stefanie Lütteke im neuen SphereRaum Talk zu Gast und gibt einen sehr persönlichen Einblick in Führung, Kommunikation und die aktuellen Herausforderungen der Immobilienbranche.

Schon in ihrem Werdegang zeigt sich diese Klarheit: vom Architekturstudium über Stationen in internationalen Studien- und Arbeitsumfeldern bis hin zur bewussten Entscheidung für das Bau- und Immobilienmanagement. Rückblickend sagt sie über diese Entwicklung: „Ich habe gemerkt, dass ich sehr viel besser im Managen als im Entwerfen bin.“

Heute verantwortet sie als Partnerin und Head of NRW bei Drees & Sommer die strategische Entwicklung einer ganzen Region mit fünf Standorten und über 500 Mitarbeitenden. Ihr Anspruch dabei ist eindeutig: nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten. Mit Stringenz, Struktur und einem starken Fokus auf Lösungen.

Das Gespräch verbindet persönliche Erfahrungen mit einem Blick auf die großen Fragen der Immobilienwirtschaft: Wie gelingt Transformation im Bestand? Wie verändert sich Führung in großen Organisationen? Und wie schafft man es, trotz Komplexität handlungsfähig zu bleiben?
Am Ende steht ein Bild von Führung, das auf auf dem Mut basiert, Dinge direkt anzusprechen: „Man muss die Sachen auf den Tisch legen, dann kann man drüber reden und dann kann man in der Regel auch nur eine gute Lösung für alle Beteiligten finden.“

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen bei Sphere Raum Talk, dem Podcast rund um Immobilien,

00:00:09: Bauen

00:00:09: und Architektur.

00:00:11: Präsentiert vom Rotonda Business Club & Jung!

00:00:16: Wir freuen uns sehr, dass ihr heute

00:00:17: mit dabei

00:00:18: seid.

00:00:23: Herzlich Willkommen zu Sphereraum Talk, den Podcast rund Um Immobilie, Bauten und Architektur.

00:00:28: Mein Name ist Anna Otto-Sebecek.

00:00:30: ich bin von Jungen.

00:00:31: Mein name ist Natalie Bräuninger.

00:00:32: Ich bin vom Rotondah Business Club und gegenüber von uns sitzt.

00:00:39: Ich freue mich heute hier zu sein.

00:00:40: Die Freude ist ganz unsererseits!

00:00:42: Herzlich willkommen, schön dass du da bist.

00:00:44: Stefanie, damit wir dich als Mensch etwas besser kennenlernen starten mit ein paar kurzen Fragen, ganz unkompliziert an Foto gerne einfach aus dem Bauch heraus.

00:00:53: Kaffee oder Tee?

00:00:54: Kaffe.

00:00:56: Frühaufsteherin oder Nachtäule?

00:00:58: Frühaufstär?

00:01:00: Was war denn erster Berufswunsch als Kind?

00:01:03: Manager.

00:01:05: Okay Welches Buch legt auf deinem Nachtisch gerade, wenn eins da liegt?

00:01:12: Ich mag, wenn ich Freizeit habe echt entspannte Literatur.

00:01:15: Also sehr seicht!

00:01:18: Welche App benutzt du am häufigsten?

00:01:21: Google Maps.

00:01:25: Du kommst aus Düsseldorf?

00:01:27: Aus Nordrhein-Westfalen.

00:01:28: Ok,

00:01:28: dein Lieblingsort in Nordrheinwestfalen...

00:01:31: ...Düsseldorff und

00:01:33: in

00:01:34: Düsseldov?!

00:01:37: Ich bin gerne am Rhein.

00:01:40: Welche Stadt hat dich zuletzt wirklich beeindruckt und warum?

00:01:46: Ich komme ja gerade aus Rom zurück.

00:01:48: Und ich fand es schon wirklich eine tolle Start, leider etwas viel Touristen.

00:01:54: Aber tolle Sehenswürdigkeiten!

00:01:56: Und natürlich deutsche Wieter.

00:02:01: Viele kennen dich aus Panels und vom Netzwerken.

00:02:05: Was sollte man über dich wissen was man auf keiner Visitenkarte findet?

00:02:16: Auf der Visitenkarte stehen natürlich vor allem das, was ich tue.

00:02:22: Aber ich glaube dass viele überrascht sind und mich sehr viel strenger einschätzen als ich eigentlich bin.

00:02:35: Du hast die Schnellfrage Runde gemeistert!

00:02:39: Vielen vielen Dank.

00:02:40: auf das letzte Thema werden wir sicherlich nochmal eingehen.

00:02:44: aber jetzt mal kurz zum Werdegang bzw.

00:02:46: deine aktuelle Position, du bist Partnerin bei Dresden Sommer und Head of NRW.

00:02:52: Wie war dein Werdengang?

00:02:53: Du hast Architektur studiert in vielen Städten, haben wir gerade gehört.

00:02:56: Hol uns mal ab!

00:02:57: Wie bist du zur Architekte hergekommen?

00:03:01: Ich habe als ich in der elften Klasse in den USA ein Buch gelesen, da ging es um einen Architekten Und seitdem wollte ich Architektern werden.

00:03:10: Das ist wirklich so ein bisschen klischeehaft.

00:03:12: Ich hatte allerdings völlig andere Vorstellungen, was ein Architekt macht.

00:03:17: Das habe ich da natürlich erst im Studium und dann später beim Berufseinstieg gelernt.

00:03:21: Ja, ich habe in Aachen- und Lissabonarchitektur studiert und dann auch ein paar Jahre als Architekting gearbeitet.

00:03:29: Gab es denn einen bestimmten Moment oder eine Phase, in der dir eigentlich klar wurde, deinem persönlicher Weg geht doch irgendwie über die klassische Architektor hinaus?

00:03:37: Ja, nach zwei Stationen in Architektur Boros habe ich doch gemerkt dass sich sehr viel besser im Managen als im Entwerfen bin und dann rief mich eine Kollegin an und sagte sie würde gerne ein Aufbaustudium in Helsinki und Berlin machen.

00:03:54: Und dann habe ich da eine Nacht drüber geschlafen und am nächsten Tag meinen Job gekündigt und bin dann erst nach Helsinki

00:04:02: Um

00:04:03: Bau- und Mobiliermanagement noch mal zu studieren.

00:04:07: Die Zeit damals, also wir sind ja glaube ich so ungefähr im erähnlichen Alter, würde ich mal sagen war auch für die Architektur ziemlich schlecht oder?

00:04:15: Genau!

00:04:16: Ich habe in dem Jahr zwei Tausend Eins die Blumen gemacht das waren nicht so ganz rosig für Architekten.

00:04:21: Das war sehr schwierig ein Job zu finden.

00:04:23: man musste echt kreativ sein.

00:04:25: Auch ich musste trotz einer guten Ausbildung wirklich viele Bewerbungen schreiben.

00:04:31: Es hat mich aber sehr stark geprägt und ich denke da heute noch oft dran, dass man halt sich wirklich anstrengen muss.

00:04:39: Dass man nach neuen Wegen suchen muss wie man aus der Situation herauskommt.

00:04:44: und so gesehen war es schon eine gute Erfahrung die jetzt aber auch nicht ein zweites Mal brauche

00:04:50: Total.

00:04:50: Ja, ich habe ein Zwei-Deplom gemacht und hab mich dann initiativ für Kommunikation beworben was es damals nicht gab.

00:04:56: die Stelle aber das war dieses ne?

00:04:58: Das könnte ich denn sonst noch machen.

00:04:59: in den Büros ging halt nichts.

00:05:03: Auch über das Studium hinaus.

00:05:05: Was würdest du sagen?

00:05:06: welche Station deines Werdegangs haben dich sowohl fachlich Aber vielleicht auch persönlich besonders geprägt.

00:05:12: Also das war schon wirklich dieser sehr, sehr schwierige Einstieg der mich stark geprägt hat und dann natürlich auch meine Stationen im Ausland.

00:05:21: Dass man einfach mal eine andere Perspektive einnimmt – ich mag immer noch dass das Internationale, dass das Kosmopolitische daran….

00:05:29: Das hat mir dann auch bei meinem Werdegang bei Dresden Sommer geholfen weil wir auch in einer Firma sind die natürlich internationaler werden wollte und da war das durchaus dann auch sehr gefragt.

00:05:41: Und dann war natürlich sehr einschneidend, auch noch als ich meine Kinder bekommen habe.

00:05:46: Ich hatte ja drei Kinder danach zurück zu kommen in den Job und vielleicht nicht mehr so der High Potentials zu sein, der man vorher mal war.

00:05:57: Das war für mich eine sehr ungewohnte Erfahrung, mich da dann auch ein Stück weit wieder rauszukämpfen um dann zu sagen nein!

00:06:05: Ich möchte trotzdem noch weiter hier mitmischen und habe da immer noch Ambitionen.

00:06:10: Das waren, glaube ich schon so die wesentlichen Meilensteine, die mich geprägt haben.

00:06:19: Kannst du da noch ein bisschen mehr darüber erzählen?

00:06:21: Weil das kenne ich genau so.

00:06:23: Dieses Hubs jetzt läuft es irgendwie anders.

00:06:26: Hast du da Beispiele oder irgendwas?

00:06:30: Ja also... Es ist natürlich so dass man halt immer gegen diese unausgesprochene Haltung ankämpft.

00:06:42: Sie ist ja Mutter und sie musste sich jetzt um ihre Kinder kümmern, ich bin auch ganz oft gefragt worden, wo sind denn deine Kinder?

00:06:47: Und dann habe ich immer so als Scherz gesagt unter dem Tisch.

00:06:53: Man muss sich doch mehr rechtfertigen man muss immer seine Emissionen nochmal kundtun Immer noch ein Thema, was glaube ich viele Frauen betrifft.

00:07:09: Also man muss sich auch so ein bisschen gegen die Konvention durchsetzen.

00:07:12: Ich finde es ist auch gar nicht nur ein Thema der Immobilienwirtschaft oder der Arbeitgeber sondern ich glaube dass sich viele auch selber unter Druck setzen.

00:07:22: das heißt man darf da nicht ein schlechtes Gewissen haben.

00:07:25: also ich muss sagen wenn ich unterwegs bin dann weiß ich dass meine Kinder gut versorgt sind diesen jetzt doch gar nicht mehr so klein Und ich bin dann einfach aus dieser Fürsorgerolle gerade raus.

00:07:36: Ich glaube, da muss man sich auch selber im Kopf von frei machen.

00:07:40: Das ist ganz wichtig für sich selbst um eine gute Balance zwischen den beruflichen Ambitionen und der Familie zu haben.

00:07:49: Und die Kinder sehen dich ja auch als Vorbild an?

00:07:51: Also das ist natürlich normal dass du arbeitest!

00:07:55: Ja, genau.

00:07:57: Und meine Kinder sind da auch stolz auf.

00:08:00: mich muss ich sagen das freut mich immer sehr und weil es halt doch leider ja immer noch ein bisschen besonders ist dass sie mit der Vollzeit arbeiten gehen aber ich glaube schon dass ich ihnen da einfach auch was Gutes mit auf dem Weg gebe.

00:08:17: Kommen wir nochmal zurück zu deiner Position bei Dries und Sommer.

00:08:20: Wie kam es da zum Einstieg?

00:08:21: Und was hat dich dort auch langfristig überzeugt?

00:08:26: Mich hatte ganz klassischen Headhunter angerufen und Dresd und Sommer hatte damals ein Projekt in Washington, DC den Umbau der deutschen Botschaft dort.

00:08:37: Und das war genau mein Ding.

00:08:38: Also als man mir das vorgeschlagen hat habe ich gesagt super mache ich sofort hab schon nach Wohnung in Washington gesucht!

00:08:45: Und dann bei der Vertragsunterzeichnung war es dann leider so dass das Projekt gestoppt wurde.

00:08:51: aus den USA heraus wollte Dresel und Sommer aber doch ganz gerne, dass ich auch hier in Deutschland bei ihnen anfange.

00:09:00: Und dann hatte ich mich einfach geistig schon so darauf eingestellt zu wechseln und dann habe ich mich ja richtig gefreut.

00:09:07: Ich bin damals nach vielen Jahren wieder zurück nach Nordrhein-Westfalen gekommen.

00:09:13: Das war gar nicht das Ziel, aber ich hab mich dann richtig gefrolt und es war dann noch ein bisschen nach Hause gekommen.

00:09:19: Seit dem Jahr ist du bei Dreselt?

00:09:21: Ja, seit dem Jahr bin ich bei Dressen und Sommer.

00:09:25: Du wirkst ja sehr klar und strukturiert, also die Schnellfrage-Runde kam gerade wie aus der Pistole geschossen.

00:09:32: Ist das was wo du sagen würdest, dass jetzt du schon bewusst ein oder ist es einfach Teil deiner Persönlichkeit?

00:09:37: Das ist Teil meiner Persönlichkeit!

00:09:41: Ich bin meistens sehr klar direkt, das ist für mein Gegenüber dann auch manchmal nicht so ganz einfach aber... Ich bringe da schon gerne die Themen auf den Punkt, weil ich dann einfach glaube dass man auch bessere und schnellere Lösungen findet.

00:09:57: Aber du hast gesagt das man dich in der Schnellfeuerrunde auch manchmal so falsch einschätzt?

00:10:02: Dass da mehr auch was anderes dahinter ist.

00:10:07: Ja ich bin dann halt trotzdem nicht nicht so streng.

00:10:12: wenn dann vielleicht etwas doch auch nicht so gut läuft haben dann manchmal mein Gegenüber auch Sorge Aber das ist gar nicht der Fall, aber ich finde halt man muss die Sachen auf den Tisch legen.

00:10:24: Dann kann man darüber reden und dann kann man in der Regel auch eine gute Lösung für alle Beteiligten finden.

00:10:29: Musstest du das lernen?

00:10:30: Hast du das gelernt?

00:10:31: Warst du immer schon so?

00:10:33: Ich war immer schon total strukturiert und total klar und da unterscheide ich auch gar nicht ob es jetzt privat oder im Beruf.

00:10:41: Das ist einfach so.

00:10:43: wo ich schon, glaube ich heute ein bisschen anders agiere als früher ist was die Kommunikation angeht.

00:10:51: Also ich bin oder ich versuche doch um die kommunikation weniger als wissensvermittlung einzusetzen als wirklich das verbindende in den vordergrund zu stellen.

00:11:04: und ja ich glaube man kann immer noch besser werden aber dieses die anderen abholen.

00:11:10: ich glaube dass es mir heutzutage wichtiger als es vielleicht früher war.

00:11:15: Wir kommen sicher auch gleich nochmal auf das Thema Führung zurück, um dich noch etwas oder deine Rolle etwas besser greifen zu können.

00:11:23: Wir haben gerade schon angesprochen du bist Partnerin und Head of NRW.

00:11:27: was umfasst dein Verantwortungsbereich genau?

00:11:29: wie sieht dein Alltag aus?

00:11:32: Als Head Of NRW bin ich für die strategische Entwicklung hier der Region verantwortlich.

00:11:37: NRW ist eine von sieben Regionen in Deutschland von Riesen und Sommer organisiere quasi wie wir hier am Markt agieren.

00:11:48: Viele kennen uns ja immer aus dem Bereich Real Estate, wir sind dabei auch sehr stark in der Infrastruktur unterwegs und im Industriebereich also bei Industrikunden das wissen viele oft gar nicht.

00:11:59: und da ist natürlich in NRW noch unheimlich viel Wachstumspotenzial.

00:12:03: auch und das ist eigentlich meine Hauptaufgabe dieses Wachsumspotenzial hier zu heben.

00:12:10: Und ich verantworte natürlich auch die fünf Standorte, die wir in Nordrhein-Westfalen haben.

00:12:14: Also in Düsseldorf, Köln, Aachen, Dortmund und Münster haben wir jeweils Büros und insgesamt sind wir über Dresd und Sommer mitarbeiten, das ist also eine ganz schöne Menge.

00:12:30: Und deshalb ist mein Alltag natürlich sehr stark geprägt von Akquisitionen- und Strategieentwicklungen aber auch von organisatorischen Themen um hier unseren Laden am Laufen zu halten.

00:12:48: Kommen die Kunden?

00:12:49: Zu euch geht ihr zu denen Wie trifft man auf Dresel?

00:12:54: Also wir haben natürlich das Glück, dass unsere Marke jetzt relativ bekannt ist.

00:12:59: Das heißt es kommen auch Leute zu uns die uns kennen und wissen was wir tun.

00:13:07: aber wir sind natürlich auch sehr aktiv dabei unsere Themen auch bei Kunden zu platzieren und ich finde es ganz wichtig, dass man zu den Kunden diesen persönlichen Kontakt hat.

00:13:20: Also man muss einfach sagen, dieses Vertrauen das baut sich nur mit der Zeit auf.

00:13:25: Mit den Kunden.

00:13:27: also ich freue mich auch immer wenn wir Bestandskunden haben die uns wieder anfragen weil sie einfach sehr zufrieden waren mit dem was wir für Sie gemacht haben und Ich glaube dass diese dieser langfristige Vertrauensaufbau für unser Geschäft Wir sind halt ein Dienstleister ganz wichtig ist und das versuche ich auch allen meinen Kollegen, Kolleginnen mitzugeben.

00:13:52: Dass es doch immer auch dieser persönliche Kontakt ist und diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

00:13:59: Ist ja schwieriger der Laden in Anführungszeichen, dass die größer der Laden, desto schwieriger das Ganze?

00:14:05: Absolut, also wir sind ja sechseinhalbtausend Leute mittlerweile.

00:14:09: Und genau das ist es dass manche auch Sorge haben dass wir einfach zu groß und zu unpersönlich sind.

00:14:16: aber wir haben den Vorteil dass wir dadurch natürlich sehr sehr viele Leistungen abbilden können und haben mich breit Spektrum haben und Wir sind auch in den letzten Jahren ja stark gewachsen.

00:14:29: und trotzdem sind noch ganz ganz viele Bei Dresd und Sommer, die ich aus den ersten Tagen kenne.

00:14:36: Würdest du sagen, die Fragen eurer Kunden haben sich in den letzten Jahren verändert?

00:14:41: Und vielleicht auch zweiter Teil der Frage direkt, welche Fragen begegnen euch aktuell besonders häufig?

00:14:48: Der Real Estate-Markt ist natürlich die letzten Jahre jetzt schon in der Krise gewesen und das standen ganz klar Kostenreduzierung Betriebskostenoptimierungen im Vordergrund.

00:15:01: bisher auch noch nicht wieder geändert.

00:15:04: Das Assetmanagement ist im Fokus nicht mehr so die Transaktion, auch wenn wir jetzt mittlerweile merken dass sich der Markt erholt sind aber die gleichen Themen die wir jetzt schon eigentlich seit der großen Krise haben.

00:15:18: Also wir würden uns freuen, wenn jetzt wirklich neue große Projekte auch mal wieder starten würden.

00:15:24: Weil das ist natürlich auch sowohl für uns sind so Leuchtturmprojekte sehr schön.

00:15:30: aber ich glaube auch dass es insgesamt der Immobilienwirtschaft gut tun würde, wenn wieder ein bisschen mehr Leuchtum-Projekte kommen würden.

00:15:37: bis ja mehr Glanz und nicht nur Krise.

00:15:40: Was fällt dir so ein als Leuchthumprojekt was ihr gemacht habt?

00:15:43: Vor der Krise.

00:15:44: Vor der Krise!

00:15:45: Also mein Lieblings-Thirdings... Wir sind natürlich hier, wenn ich jetzt auf Düsseldorf gucke noch beim Prennion Rise mit dabei begleiten ist auch schon sehr lange.

00:15:57: Ich meine es ist jetzt fertig aber natürlich vor der Kriese gestartet.

00:16:02: das glaube ich wirklich ein tolles Projekt was wir hier machen durften.

00:16:06: in Dortmund haben wir die neue Zentrale von der Kontinentale mit begleitet.

00:16:13: Das ist auch ein Leuchtturmprojekt, das sind glaube ich schon zwei sehr schöne hier aus NRW.

00:16:20: Jetzt beschäftigst du dich ja auch viel mit der Transformation vom Bestandsimmobilien?

00:16:25: Warum liegt gerade dort soviel Zukunft?

00:16:30: Es ist halt so, dass wir natürlich nur eine Neubaurate von ein bis zwei Prozent pro Jahr haben.

00:16:35: Das heißt, wir haben siebzig bis achtzig Prozent der Gebäude sind schon älter als fünfzehn Jahre und das steht hier eigentlich.

00:16:42: dann schon stehen schon die nächsten Maßnahmen in Standhaltung Revitalisierungsmaßnahmen an und da muss man sich natürlich intensiv drum kümmern und deshalb ist es halt im Zuge.

00:16:58: Früher hat man mir auf diesen Neubauten geschaut und jetzt ist es halt, wo es diese Neubauden nicht mehr gibt.

00:17:03: Ist natürlich der Bestand ganz klar in den Fokus gerückt und das ist auch aus Nachhaltigkeitsaspekten einfach sinnvoll, den Bestand zu revitalisieren und nicht abzureißen und dann immer was neues zu bauen.

00:17:16: Diese Gebäude sind sehr wertvoll und man muss ja auch sagen dass viele dieser schon etwas in Jahre gekommenen Gebäuden eine Identität haben für das Stadtbild extrem wichtig sind.

00:17:30: Und das finde ich einfach super spannend, auch wie man dann mit so einer behutsamen Erneuerung halt doch die Identität der Stadt bewahren kann aber dann immer wieder mit einem neuen Dreh.

00:17:45: Wie bringst du bei so nem Projekt?

00:17:47: ökologische Ziele, wirtschaftlichen Druck und die Nutzerinteressen zusammen.

00:17:52: Wir machen jetzt auch bald eine Veranstaltung dazu wo es darum geht.

00:17:55: also ich höre immer wieder mehr Zitate die sagen das mich mit der Nachhaltigkeit in Ruhe bekommen sie nicht finanziert.

00:18:02: Also wer die nachhaltigkeiten nicht mit betrachtet?

00:18:05: Ich glaube der ist wirklich so kurz gesprungen.

00:18:07: Also das ist ein Thema, was uns erhalten bleibt.

00:18:10: Ob wir es wollen oder nicht und ob es im Moment ganz oben auf der Topliste steht aber es wird auf jeden Fall bleiben und zwar aus wirtschaftlichen und ressourcentechnischen Gründen.

00:18:23: Man kann jeden Euro da auch immer nur einmal ausgeben und deshalb ist es natürlich wichtig dass man priorisiert wofür man oder wo man investiert.

00:18:34: und da gehört halt die Nachhaltigkeit langfristig ganz klar dazu, weil es halt unabhängig macht von Energie- und Ressourcenverbrauch.

00:18:42: Die Nutzerinteressen sind natürlich auch ganz oben mit dabei, weil wenn ich kein Nutzer des Gebäudes habe dann wird auch die wirtschaftliche Rechnung nicht aufgehen.

00:18:52: deshalb für mich steht das gar nicht im Widerspruch sondern ich muss einfach priorisieren was braucht der Nutzer wirklich?

00:19:00: Also weniger Gimmicks, dafür wirklich handfeste Mehrwerte.

00:19:06: Komfortthemen sind das aber auch einfach dieses Well-Being Wohlfühlfaktoren und bei der Nachhaltigkeit ist es die Unabhängigkeit von Energieträgern etc.

00:19:20: Und dann wird halt auch der Business Case raus und dann schauen wir ganz klar wann rentiert es sich?

00:19:28: Das ist dann schon entscheidend, um auch die Entscheidung am Ende zu fällen.

00:19:32: Wofür gebe ich das Geld aus?

00:19:34: Und langfristig wird sich Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort immer rechnen.

00:19:39: Du hast ja gerade auf meine vorherige Frage schon erklärt, dass wir eben natürlich nicht unendlich weiterbauen können wenn es mit dem Bestand befassen müssen.

00:19:47: Das sind ja in Anführungsstrichen offensichtlichere Punkte, die werden natürlich an der einen oder anderen Stelle hören.

00:19:53: Gibt es aus deiner Sicht auch Punkte, die aktuell total unterschätzt werden?

00:19:56: Was dem Bestand angeht wo du sagst das eigentlich der Geheimtipp den ich jetzt hier vielleicht entteilen möchte.

00:20:06: Der Geheim-Tipp also eigentlich ist schon so dass der eine oder andere vielleicht meint dass halt das Thema Nachhaltigkeit abgeräumt ist und ich glaube das ist halt wirklich ein Trugschluss.

00:20:16: Das wird nicht so sein.

00:20:18: um wir Zuge der nächsten Jahre wird sich halt die Ressourcenknappheit verschärfen, auf jeden Fall.

00:20:26: Und auch Energie wird jetzt nicht günstiger werden und das ist glaube ich schon der Punkt ... Der Moment so ein bisschen in den Hintergrund berückt ist aber das wird sich wieder ändern.

00:20:41: Was sind die Themen?

00:20:42: Du bist ja ganz oft auf Pendels eingeladen mit denen die Branche sich gerade so beschäftigt.

00:20:48: Ja, ich glaube gerade auch bei dem Bestand bei den Bestands Haltern Asset Managern ist natürlich schon die Digitalisierung des Hauptthema.

00:20:58: Also wie kriege ich eine gute Datengrundlage hin?

00:21:03: Wie kann ich mein Portfolium mit weniger Menschen auch steuern?

00:21:12: Das Gebäude auch technisch optimieren.

00:21:15: Das sind so die Themen, die natürlich immer noch im Vordergrund stehen.

00:21:19: und wie kriege ich überhaupt neue Mieter in die Gebäudereien?

00:21:24: Also wie kann ich die Attraktivität erhöhen?

00:21:28: Welche Essetklassen funktionieren gerade oder was ist da denn geheim?

00:21:32: Tipp.

00:21:34: Ja, das ist Office ist glaube ich immer noch schwierig weil viele halt nicht ganz sicher sind wie stark es zurückkommt und wie sich auch das Homeoffice perspektivisch entwickeln wird.

00:21:45: wir versuchen wirklich auch vor allem Richtung Kooperation zwischen der öffentlichen Hand den Kommunen und der Immobilienwirtschaft zu schauen.

00:21:55: also das sind schon dann die Themen der sozialen Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser generell die öffentliche Versorgung.

00:22:06: Das sind Themen wo ich mir wünschen würde dass es auch mehr Kooperationen gibt also nicht nur das man gut miteinander zusammen arbeitet sondern dass wirklich auch privates Kapital in unsere soziale Infrastruktur fließt und dadurch natürlich auch für uns alle dann am Ende ein Vorteil entsteht.

00:22:26: Gibt es aktuell ein Projekt oder eine Aufgabe an der du besonders gut erklären könntest, wie du arbeitest?

00:22:32: Also diese strategische Arbeit auch die du gerade angesprochen hast.

00:22:35: Sie grinst!

00:22:39: Nein also ich glaube es muss immer im Vordergrund stehen die gute Lösung und die gute Lösungen berücksichtigt halt gleichermaßen die Interessen von allen Beteiligten.

00:22:51: Ich glaube nicht dass man ein Projekt erfolgreich abwickeln kann wenn oder wenn man nicht die Interessen aller Stakeholder entsprechend berücksichtigt.

00:23:02: Und ja, ich bin da einfach ein großer Freund davon, die Themen wirklich auf den Tisch zu legen und darüber zu sprechen was sind die Interessent des Einzelnen?

00:23:13: Nur dann kann ich halt wirklich gucken wo ich auch die Lösung finde.

00:23:18: es muss kein Kompromiss sein sondern es sollte eine Lösung sein mit der Aller am Ende gut leben können.

00:23:31: Das ist vielleicht eine ganz gute Überleitung, du sprichst von Kooperationen.

00:23:37: Lass uns mal über Kooperation im Büro sprechen!

00:23:40: Wie definierst Du gute Führung?

00:23:45: Für mich ist gute Förung vor allem auch Klarheit.

00:23:50: Was ist das Ziel und wo wollen wir gemeinsam hin?

00:23:56: allen Beteiligten so präsent, deshalb muss man das schon immer wieder auch in den Vordergrund stellen.

00:24:04: Für mich ist Fairness extrem wichtig, dass man da doch auf Augenhöhe miteinander kommuniziert und dass man auch – da sage ich mal weniger hierarchisch denkt, sondern Fairness gilt für alle gleichermaßen.

00:24:24: Das ist dann auch ein Thema von Haltung.

00:24:26: Das ist auch so eines meiner Lieblingsthemen, muss ich sagen.

00:24:31: Ähm ... das Haltung ist halt nicht immer bequem.

00:24:34: Sondern man muss auch mal unbequeme Entscheidungen treffen.

00:24:39: Man muss sich auch mal dem Diskurs stellen und man muss es auch aushalten, dass nicht alle das gut finden was man tut.

00:24:48: Aber trotzdem finde ich's extrem wichtig.

00:24:50: also ich glaub... man weiß immer wo man bei mir dran ist.

00:24:55: Das heißt nicht jeder glücklich mit, aber es ist sehr transparent und das finde ich und dann kann man darüber reden und dann findest auch wichtig dass man mir dann auch sagt wenn man anderer Meinung ist.

00:25:08: also auch das heißt nicht dass sich dann meine meinung deshalb ändere aber ich finde es wichtig dass sie offen ansprechen kann.

00:25:16: ja und dann ein thema kommunikation glaube ich.

00:25:21: es ist halt Oft auch wichtig, wie man sagt.

00:25:24: Nicht nur was man sagt!

00:25:26: Du hast auch anfangs schon angesprochen dass sich deine Art der Kommunikation verändert hat über die Zeit.

00:25:31: Kannst du das noch etwas genauer ausführen?

00:25:37: Ja, ich versuche mir deutlich mehr Gedanken zu machen, wie es auf der anderen Seite ankommt und mein Ziel ist ja nun erreicht.

00:25:50: wenn das was ich meinem Gegenüber mitteilen möchte wenn er es auch so verstanden hat.

00:25:57: Und da glaube ich, muss man einfach versuchen auf die Kommunikation des Gegenübers einzugehen und nicht auf die wie man halt selber kommuniziert.

00:26:09: das ist total schwer und ich glaube aber nicht dass ich da perfekt bin Aber ich... Das ist zumindest der Anspruch den ich da habe.

00:26:19: Ja und sich darüber Gedanken zu machen und sich dessen bewusst zu sein würde ich sagen schon mal ein erster großer Schritt.

00:26:26: Du bist auch stark in Netzwerken engagiert, wo es natürlich auch viel um Kommunikation geht.

00:26:31: Warum sind Netzwerke aus deiner Sicht so wichtig für die Branche?

00:26:37: Netzwerk also gerade wenn sie auch eine gewisse Organisationsform haben.

00:26:43: jetzt wird zum Beispiel July oder Natalie wir kennen uns ja auch vom ICG Wir sind ja erstmal Initiativen, wo man sich zusammen tut um aus verschiedenen Perspektiven Lösungen zu finden und ich glaube dass man das einfach als einzelne Person oder auch als einzelnes Unternehmen nicht so gut kann.

00:27:05: Sondern es geht darum, dass man halt das Know-how an der Stelle ein Stück weit bündelt um dann, also auch das July wo ich ja sehr aktiv bin versucht dann auch städtebauliche Initiativen zum Beispiel zu starten und wenn dann jeder ein bisschen was einbringt.

00:27:23: Dann kann man auch mit diesem Ehrenamt was es ja in der Regel alles sind halt wirklich auch einen Impact haben und darum geht's im Endeffekt dass man doch die Kräfte ein Stück weit bündelt zusammenarbeitet.

00:27:36: Das ist dann Das Ziel, wo wir ja doch so ein bisschen unsere Immobilienwirtschaft und unsere gebaute Umwelt also auch positiv beeinflussen können.

00:27:49: Wenn wir das halt in diesen Netzwerken tun.

00:27:52: Das wäre natürlich ideal.

00:27:53: Also beim ICG war es auch oft so dass wir Arbeitskreise hatten und wirklich die unterschiedlichsten Leute zusammengekommen sind und was Tolles erarbeitet haben.

00:28:01: aber wie geht's dann weiter?

00:28:03: Was ist denn der nächste Schritt?

00:28:04: Wie geht das in die Unternehmen rein und wie wird das auch dann wirklich konkret umgesetzt.

00:28:10: Also ist das so?

00:28:13: Ja, man kann natürlich jetzt keine Bauprojekte über diese Initiativen in der Regel starten aber ich glaube es geht schon darum dass man die Erkenntnisse in seiner eigenen Projekte mitnimmt dass man diese Themen jetzt auch beim ICG, also was die Governance angeht einfach mit als Haltung, mit in die Projekte reinbringt.

00:28:34: Und ich glaube wenn es dann so ein bisschen Vorreiter gibt das dann die anderen auch da sehr bereitwillig auch mitmachen und ich glaube da wird man einfach daran erinnert diese Governance in Projekten heutzutage, glaube ich, wichtiger ist als das früher vielleicht war.

00:28:53: Und ich glaube auch dass die Immobilienwirtschaft gar nicht so schlecht ist was das angeht wie der Ruf manchmal ist sondern dass es sehr viele Player gibt die schon versuchen wirklich einen positiven Beitrag zu bringen.

00:29:08: also wir ja auch als Dresden Sommer muss ich sagen finde ich verfolgen dieses Ziel immer sei es Innovationen, sei es bei der Nachhaltigkeit Und dadurch, dass wir uns da auch in vielen Bereichen engagiert haben.

00:29:21: Auch beim TGNB

00:29:22: etc.,

00:29:23: glaube ich schon, das wir dafür gesorgt haben oder unseren Beitrag mit geleistet haben, dass es heutzutage Standard ist.

00:29:31: Ich glaube auch, dass die Branche besser ist als ihr Ruf.

00:29:34: Aber es geht natürlich oft das negative nach außen.

00:29:39: Wie wichtig ist hier Mentoring?

00:29:40: Ich weiß, dass du beim ECG im Mentoring-Programm dabei warst und dir auch bei Dresden Sommer so was habt.

00:29:46: Ja, ich finde ... Mentoring sehr wichtig, um einfach auch in der Regel ja jüngeren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu geben.

00:29:57: Auch mal so eine andere Perspektive zu bekommen anders als jetzt mit der direkten Führungskraft.

00:30:03: Da ist man dann vielleicht ein bisschen ... zurückhalten, was Fragen angeht oder auch dass man sich vielleicht auch manches einfach nicht traut und da kann Mentoring dann einfach ein super Spiegel sein.

00:30:15: Also vom Mentoring profitieren ja immer beide Seiten muss man sagen.

00:30:20: ich finde also ich habe das sehr von profitiert muss ich sagen also mir hat das sehr viel gebracht einfach mal die andere Seite besser zu verstehen für meine eigenen Entscheidungen.

00:30:34: Ich finde es wichtig, dass sich die Mentis halt auch sehr aktiv engagieren.

00:30:39: Das ist schon eine Grundvoraussetzung und dann hat man durch das Mentoring natürlich auch wirklich oft die Möglichkeit mit Menschen zu sprechen, die halt die ein oder andere Erfahrung schon gemacht haben.

00:30:56: Man muss dann am Ende selber entscheiden ob das für einen persönlich die richtige Sicht ist.

00:31:02: aber Zugang zu Menschen, die vielleicht schon mehr erlebt haben als man selber und das finde ich sehr wertvoll.

00:31:10: Du warst auf beiden Seiten quasi?

00:31:12: Ich

00:31:12: bin schon auf beiden Seiten aktiv gewesen und ich finde es einfach auch ein tolles Vertrauensverhältnis was dann oft zwischen Mentor und Menti entsteht.

00:31:23: Ja

00:31:23: du hast vorher gesagt, du hast dir mit Absicht einen Mann gewünscht als Mentor.

00:31:28: War das auch im Nachgang wirklich ... Hast so viel mitgenommen?

00:31:31: dadurch?

00:31:32: Ja absolut, weil ich wollte damals einfach die männliche Perspektive besser verstehen.

00:31:39: Also ich hatte jetzt nicht so das Thema wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut sondern ich hatte halt wirklich eher... Das Thema, dass ich schon die Spielregeln nach denen wohl gespielt wird.

00:31:59: Irgendwie nicht richtig kannte und da hat mir mein Mentor doch sehr bei geholfen.

00:32:05: Und jetzt kennst du die Spielregel?

00:32:09: Also was heißt Spielregel?

00:32:10: Es gibt jetzt nicht so Spielregelen.

00:32:11: aber ich glaube es ist wichtig auch an der Stelle das man die andere Perspektive versteht Und das fällt einem natürlich selber manchmal schwer, weil man sich selbst immer so in seinem eigenen Kosmos auch bewegt und den mal zu verlassen.

00:32:32: Die Themen die man persönlich hat – also bei mir ging es damals wirklich um die nächsten Schritte wie kann ich mich in der Firma weiterentwickeln?

00:32:41: Da hat mir das einfach doch geholfen drauf zu schauen, nicht wie ich das aus meiner Perspektive gemacht habe.

00:32:50: Die ja dann also sich gerne weiterentwickeln wollte sondern wirklich auch diese Perspektiven.

00:32:54: naja was ist denn für die andere Seite wichtig damit es klappt?

00:32:59: Was sind solche Dinge wo du vielleicht auch durch deine eigene Rolle als Mentorin rückwirkend betracht sagen würdest dass mache ich jetzt auf jeden Fall anders als vor zehn Jahren.

00:33:13: Ich glaube, dass ich heute mehr Emotionen doch zulassen kann.

00:33:19: Also man ist natürlich auch.

00:33:22: vor zehn Jahren hat man sich mal so ein bisschen exotisch gefühlt oft als Frau.

00:33:27: Man war ja die einzige Frau in der ganzen Runde und ich hatte immer das Gefühl, dass man da doch sehr kontrolliert sein ... Und ich glaube, da habe ich jetzt heutzutage eine andere Gelassenheit mit umzugehen.

00:33:45: Es ist auch gar nicht so einfach sein eigenes Stärkenjahr zu kennen.

00:33:49: Man macht seinen Job immer und den macht man auch sehr gut aber man sieht dann halt so ja du hast das Projekt irgendwie gut abgewickelt es war erfolgreich, fertig gestellt alle sind irgendwie happy.

00:33:59: Aber was ist denn eigentlich?

00:34:02: Was es ausgemacht hat?

00:34:03: also ist denn wirklich das, was man jetzt gerade auch als Projektsteuer, als Projektmanager in so ein Projekt reinbringt.

00:34:13: Und diese Stärke, dass es halt bei mir zum Beispiel ist, dass ich einfach für sehr klare Strukturen und Prozesse sorge, dass einfach jeder gut arbeiten kann?

00:34:25: Das war mir damals gar nicht so klar!

00:34:30: an Tagen wo es vielleicht auch mal anstrengender wird.

00:34:33: Was treibt dich da an?

00:34:33: Also ist das genau dieser Punkt, dass du dir dann immer wieder vergegenwärtigst was trage ich ja eigentlich positives zu bei?

00:34:39: oder was sind dafür die Dinge?

00:34:42: Mir macht meine Arbeit halt erstmal unheimlich viel Spaß!

00:34:46: Und ich ziehe daraus wirklich Energie.

00:34:50: Es hört sich mal so ein bisschen komisch an, weil natürlich mein Tag dann auch mit Familie, mit Job relativ voll ist.

00:34:56: Aber ich muss sagen, ich zieh aus dem was ich tue sehr viel Energie für mich und es ist so dass ich ja auch eigentlich jeden Tag die Möglichkeit habe wirklich Themen voranzutreiben neue Ideen einzubringen zu schauen, dass es einfach ein bisschen besser läuft und das finde ich... Also es motiviert mich total.

00:35:18: Und ich freue mich richtig wenn ich am Tag viel geschafft habe!

00:35:25: Das sorgt dafür, dass sich auch nach so vielen Jahren jetzt bei Dresden und Sommer immer noch unheimlich viel Spaß hab' und ich habe auch das Glück, dass ich natürlich mit sehr sehr vielen interessanten tollen Menschen zu tun habe um dieser Austausch ist für mich auch ganz wichtig mit den Kunden, mit dem anderen Projekt Beteiligten.

00:35:44: Also ich bin überhaupt nicht der Typ, der irgendwie im Homeoffice glücklich wäre, sondern ich brauche diese Kommunikation gemeinsam Themen vorantreiben.

00:35:55: Da kann ich mich echt drüber freuen!

00:35:57: Ich finde das klingt überhaupt nicht komisch.

00:35:58: Das klingt ganz großartig, ist eigentlich schon fast ein schönes Schlusswort!

00:36:02: Wir haben noch zwei etwas persönlichere Fragen zum Abschluss.

00:36:06: Was würdest du einer jüngeren Version von dir selbst mitgeben?

00:36:13: Ich glaube, dass die Erfahrungen, die guten und die schlechten, die man so macht hier, prägen einen halt unheimlich.

00:36:18: Und ich glaube auch... Also bei mir war nicht immer alles glatt, nicht smooth, ich musste auch mich für Sachen echt anstrengen aber es hat mich am Ende zu dem gemacht, der ich bin.

00:36:30: Und das ist schon wichtig, dass man seinen eigenen Weg findet.

00:36:34: Dass man nicht irgendwo hinterher Rennen, dass man nicht meint irgendwas tun zu müssen sondern am Ende muss man sich selber treu bleiben und seinen eigenen Weg finden.

00:36:45: Und der ist halt manchmal dreimal um die Ecke aber ich glaube das es das wert ist und dass man dadurch dann auch Ja, vor allem mit sich selber halt immer im Reinen ist und nicht hinter ihm was bereut.

00:37:00: Und deshalb würde ich bei mir auch sagen es gibt jetzt nicht irgendwas was ich jetzt rückblickend total anders machen würde sondern ja zwar nicht immer einfach aber Es war am Ende gut.

00:37:12: Was wünschst du dir das Menschen nach dem Gespräch wenn sie sich den Podcast angehörten haben über dich sagen oder ist so das einfällig egal?

00:37:20: Du musst ja schon gefühlt in dir selbst.

00:37:25: Ja, ich glaube ein bisschen sollte einem schon egal sein.

00:37:29: Was andere manchmal denken?

00:37:30: Weil man kann es ja jetzt auch nicht allen immer recht machen!

00:37:33: Aber ich stehe einfach für diese Klarheit und die Haltung und bin immer lösungsorientiert.

00:37:42: Ich suche immer nach der besten Lösung für alle.

00:37:46: werden wir das gemeinsam auch gut hinkriegen?

00:37:48: und da freue ich mich natürlich auch, dass sowohl in der Firma als auch dann mit den Projekten die wir begleiten dürfen umzusetzen.

00:37:57: Am Ende sollte das Ergebnis im Vordergrund stehen und jeder auch damit dann zufrieden sein.

00:38:05: Vielen vielen Dank!

00:38:06: Das denkt sie

00:38:07: sehr gut.

00:38:08: Liebe Stefanie, vielen Dank, dass du hier bei uns warst.

00:38:11: Wir dich ein bisschen besser kennenlernen.

00:38:14: Wir sind uns immer nur so begegnet, aber die Zeit, die man dann zusammen verbringt – die drei, fünf Stunden.

00:38:19: Danke dir dafür!

00:38:20: Vielen Dank!

00:38:21: Ich danke euch!

00:38:23: Bis zum nächsten Mal!

00:38:33: Tschüss!

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